Forschungsschwerpunkte

Die Forschungsschwerpunkte des Lehrstuhls liegen im materiellen Strafrecht (insb. im Allgemeinen Teil), im Gerichtsverfassungs- und Strafprozessrecht sowie im Medizinstrafrecht.

Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Kommentierung der Korruptionsdelikte im Leipziger Kommentar.


Aktuelle Veröffentlichungen

  • Beweisverwertungsverbote im Spannungsfeld zwischen nemo-tenetur-Grundsatz und fair-trial-Prinzip; in: Festschrift für Klaus Geppert zum 70. Geburtstag, 2011, S. 689 – 722
  • Der strafrechtliche Schutz am Beginn des Lebens; in: Goltdammer's Archiv für Strafrecht (GA) 2011, S. 389-411
  • Die hypothetische Einwilligung im Strafrecht; in: NStZ 2012, S. 1-10
  • Der Doppelvorsitz beim BGH und das Prinzip des gesetzlichen Richters
  • Besprechung zu BGH, Beschluss vom 11. 1. 2012 – 2 StR 346/11; in: NStZ 2012, S. 353-359
  • Buchbesprechung zu: Friedhoff, Tobias: Die straflose Vorteilsannahme (Verlag C.F. Müller), 2012; in: Goltdammer’s Archiv für Strafrecht (GA) 2014, S. 126-128
  • Examensklausur Strafrecht – Musterlösung; in: GreifRecht 2014, S. 143 – 149
  • Änderungen des Geschäftsverteilungsplans (§ 21e Abs. 3 S. 1 GVG) und Beschleunigungsgrundsatz; in: Höchstrichterliche Rechtsprechung im Strafrecht (HRRS) 2015, S. 16-25
  • Zur straf- und standesrechtlichen Beurteilung des ärztlich assistierten Suizids und der organisierten Suizidbeihilfe; in: Zeitschrift für Lebensrecht (ZfL) 2015, S. 34-43
  • Die Zurechenbarkeit von Schockschäden im Strafrecht; in: Festschrift für Werner Beulke zum 70. Geburtstag, 2015, S. 283-297
  • Anmerkung zu BGH, Urteil vom 23.04.2015 – 4 StR 607/14 (=StV 2016, S. 290-292); in StV 2016, S. 290-295 (zum Angriff auf die Entschlussfreiheit des Führers einer Kraftfahrzeugs durch eine vorgetäuschte Polizeikontrolle)


Rechtliche Entscheidungen am Lebensende

Rechtssituation in Deutschland im Vergleich zu den Niederlanden

Prof. Dr. Christoph Sowada, Rechtliche Entscheidungen am Lebensende in "Ethik und Erinnerung", Pabst Science Publishers 2009

Veröffentlichung in: Ethik und Erinnerung, hrsg. v. E. Kumbier, S. J. Teipel u. S. C. Herpertz, Lengerich u. a.: Pabst Science Publishers 2009.

Nach einer Darstellung der unterschiedlichen juristischen Fallgruppen im Bereich der Sterbehilfe (einschließlich des Suizids) richtet sich der Blick auf die Rechtslage (und die Rechtswirklichkeit) in den Niederlanden, wo die aktive Sterbehilfe seit 2001 unter bestimmten Voraussetzungen seit 2001 legalisiert ist. Die rechtsvergleichende Betrachtung führt zur Ablehnung einer Übertragung des niederländischen Modells in das deutsche Rechtssystem. Die problematischste Fallkonstellation im Sterbehilfekontext bildet die Frage des Behandlungsabbruchs (= passive Sterbehilfe) beim entscheidungsunfähigen Patienten. Hierbei erweist sich das Selbstbestimmungsrecht des Patienten sowohl unter rechtlichen als auch unter ethischen Vorzeichen als der maßgebliche Gesichtspunkt. Die Wahrung dieses Selbstbestimmungsrechts ist auch das Anliegen des nach intensiver rechtspolitischer Diskussion unlängst verabschiedeten Gesetzes zur Regelung der Patientenverfügung. Abschließend ist ein Blick auf die besondere Situation von Demenzkranken zu werfen.

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