Lehrstuhl für ABWL und Gesundheitsmanagement


AHOI - Aktivierung der Patienten und Patientinnen, Pflegebedürftigen und Angehörigen für eine hygienebewusste Partizipation an der Infektionsprävention

Nosokomiale Infektionen gehören zu den häufigsten Komplikationen medizinischer Behandlungen. Vor allem Kolonisationen und Infektionen mit multiresistenten Erregern bedeuten sowohl im Krankenhaus als auch in der stationären und ambulanten Pflege eine besondere Belastung für Patienten und Pflegebedürftige, ihre Angehörige und das Pflegepersonal.

Wirksame Präventionsmaßnahmen müssen sowohl im pflegerischen wie auch im akutmedizinischen Bereich ansetzen. Dabei erscheint es aussichtsreich, die Patienten und Pflegebedürftigen sowie ihre Angehörigen ins Zentrum der Intervention zu stellen. Bisherige Aktivitäten zur verbesserten Umsetzung infektionspräventiver Maßnahmen zielten jedoch lediglich auf das Verhalten der behandelnden Ärzte und der Pflegenden ab. Die Chancen einer stärkeren Einbindung der Patienten und Pflegebedürftigen sowie ihrer Angehörigen für die Infektionsprävention wurden bisher nicht genutzt.

Ziel des AHOI-Projektes ist es, das Potential der aktiven Beteiligung der Patienten und Pflegebedürftigen sowie ihrer Angehörigen für die Vermeidung nosokomialer Infektionen zu erforschen und Musterlösungen zur Realisierung dieses Potentials zu entwickeln. Dabei soll die Rolle des medizinischen und pflegerischen Personals nicht vergessen, sondern im Projekt ebenfalls berücksichtigt werden. 

Projektpartner:

  • Universitätsmedizin Greifswald, Institut für Hygiene und Umweltmedizin
  • Universität Greifswald, Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Gesundheitsmanagement
  • KOMPASS e. V. - Koordinierte medizinische Versorgung für Patientensicherheit und sektorenübergreifenden Infektionsschutz

Gefördert durch Karl-Josef Laumann, den Patientenbeauftragten und Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung