Rhetorik und Präsentationstechniken

Das Teilmodul „Rhetorik und Präsentationstechniken“ wird im Wintersemester angeboten und von den RWP-Studierenden im dritten Fachsemester belegt. Hierin werden vorwiegend monologische Kommunikationsformen, d. h. das (freie) Sprechen vor Publikum mit und ohne Medieneinsatz behandelt. Die Studienordnung sieht folgende Inhalte in diesem Teilmodul vor:

  • Überblick über Rhetorik- und Kommunikationsmodelle
  • Situationsangemessenheit kommunikativer Situationen
  • Unterschiede in schriftlicher und mündlicher Kommunikation
  • Argumentationslehre und Argumentationsstrukturen
  • Redetechniken und -gliederungen
  • sprachliche Verständlichkeit und bildliche Assoziativität
  • extraverbale Wirkungsmittel in Rede und Gespräch
  • freie Rede und unterstützende Manuskriptgestaltung
  • angemessener Medieneinsatz und Visualisierungstechniken insbesondere zu juristischen und wirtschaftswissenschaftlichen Kontexten
  • Projekt- und Teamarbeit

Zu den allgemeinen Lernzielen gehören also sowohl das Wissen um rhetorische und kommunikationspsychologische Zusammenhänge und Funktionsweisen als auch die praktische Kompetenz, d. h. die Fähigkeit, diese Kenntnisse anzuwenden und umzusetzen oder umgekehrt, die Fähigkeit, rhetorische Mittel (selbst-)bewusst, reflektiert und zielgerichtet einsetzen zu können. Ein weiteres Lernziel des Teilmoduls ist - u. a. im Zusammenhang mit einer benoteten Gruppenpräsentation als Semesterabschlussaufgabe - das Training von Teamfähigkeit und Projektarbeit.

Diese Kenntnisse und Fähigkeiten sollen in einer Arbeitsbelastung ("Workload") von ca. 90 Stunden erworben werden, wobei 30 "Kontaktstunden" (= 2 Semesterwochenstunden) rechnerisch 60 Arbeitsstunden im Selbststudium gegenüber stehen. Diese Arbeitszeit ist vorgesehen für die Nachbereitung der Vorlesungsinhalte sowie für die Vorbereitung und Überarbeitung der Redeübungen in den Seminargruppen. Außerdem ist für eine Gruppenpräsentation und deren mediale Aufbereitung erhebliche Zeit einzuplanen.

Die Prüfungsordnung sieht formal keine Präsenzpflicht vor. Da jedoch im Modul nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch Fähigkeiten in Gemeinschaft trainiert und erworben werden sollen, ist der regelmäßige Besuch unabdingbar. U. a. wird die zu benotende Gruppenpräsentation schrittweise im Unterricht angeleitet und kritisch begleitet. Die Studierenden tragen durch ihre vorbereitete Teilnahme wesentlich zum Gelingen des Moduls bei.

Das Teilmodul schließt mit einem fünfminütigen Beitrag zu einer Gruppenpräsentation ab. Die Note dieses Beitrags geht zu einem Drittel in die Gesamtnote des Moduls ein. Die restlichen zwei Drittel bilden eine 15-minütige Einzelprüfung am Ende des Sommersemesters. Für das erfolgreich abgechlossene Modul werden insgesamt sechs ECTS-Punkte vergeben.