11. Greifswalder Gespräch

Ankündigung: 11. Greifswalder Gespräch "Hybride Bedrohungen im Ostseeraum: Versagt die regelbasierte Ordnung?"

Veranstaltung am 14.12.2026, 17:00-19:30 Uhr, Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), Deneb-Saal, Neptunallee 5, 18057 Rostock

© BSH

Der Ostseeraum ist mittlerweile ein Ort, an dem sich sicherheits-, umwelt- und seerechtliche Herausforderungen in besonderer Weise verdichten: Die Küsten, die kritischen Infrastrukturen auf dem Meer und in den Häfen sowie die Meeresumwelt sind gefährdet durch gezielte Störungen. Hierzu zählen Sabotageakte etwa mittels Satellitensystemen oder an Pipelines sowie die Herbeiführung von Umweltgefahren etwa durch die russische Schattenflotte. Diese hybriden Bedrohungen treffen auf einen Ostseeraum, der durch den Klimawandel und den Verlust mariner und terrestrischer Biodiversität bereits unter Druck steht. 
Wie leistungsfähig ist die bestehende Rechtsordnung angesichts dieser neuen, hybriden Bedrohungen? Welche Befugnisse haben Küstenstaaten, um ihnen wirksam zu begegnen? Welche Grenzen setzen das Seevölkerrecht und insbesondere die Freiheit der Schifffahrt den Eingriffsbefugnissen der Küstenstaaten? Welche Handlungsspielräume eröffnen das Unionsrecht und das nationale Recht? Und wie verhalten sich Sicherheitsinteressen und Gefahrenabwehr zu den Anforderungen des Klima-, Umwelt- und Meeresumweltschutzes? Fehlt es an rechtlichen Instrumenten, an Möglichkeiten ihrer effektiven Durchsetzung – oder an beidem?

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Die Veranstaltung ist als öffentliche Präsenzveranstaltung konzipiert, die auch digital verfolgt werden kann. Nutzen Sie zur Anmeldung das Anmeldeformular. 

Programm

Nach einer Begrüßung folgen die Vorträge

  • “Abwehr äußerer Gefahren auf See - eine rechtstatsächliche Perspektive”
    Dr. Anja Eikermann, BSH
  • “Herausforderungen für Ocean Governance: Klimawandel, Biodiversitätsverlust und hybride Bedrohungen”
    Prof. Dr. Sabine Schlacke, IfEUS, Universität Greifswald
  • "Hybride Bedrohungen im Ostseeraum: Völkerrechtliche Eingriffsbefugnisse des Küstenstaates"
    Prof. Dr. Alexander Proelß, Universität Hamburg

Nach einer kurzen Pause moderiert Helge Heegewaldt, BSH, die 45-minütige Diskussion, die Gelegenheit zum Austausch zwischen Wissenschaft, Politik, Justiz, Verwaltung und Praxis bietet. Der Austausch kann bei einem Empfang mit Imbiss vor Ort fortgesetzt werden. 

Kontakt
Institut für Energie-, Umwelt- und Seerecht (IfEUS)
Ernst-Lohmeyer-Platz 1, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 2100
ifeusuni-greifswaldde
https://www.uni-greifswald.de/ifeus 

Veranstaltungsort
Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), Deneb-Saal, Neptunallee 5, 18057 Rostock

Veranstaltende
Helge Heegewaldt, Präsident des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH)

Prof. Dr. Heide Schulz-Vogt, Direktorin des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung Warnemünde (IOW)

Prof. Dr. Sabine Schlacke, Direktorin des Instituts für Energie-, Umwelt- und Seerecht (IfEUS), Universität Greifswald