Aktuelles
Vortrag: Freiheit über die Gegenwart hinaus

09.10.2026
Am 09.10.2026 hielt Daniel Wolff auf dem Theodor-Heuss-Kolloquium „Klimawandel und Demokratie. Zeitgeschichte und Gegenwart” einen Vortrag zum Thema „Freiheit über die Gegenwart hinaus. Wie das präsentistische Freiheitsrecht den Klimaschutz lange bremste und was die intertemporale Freiheitssicherung daran ändert”.
Die Tagung wurde von der Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus gemeinsam mit Elke Seefried (RWTH Aachen) und Ernst Wolfgang Becker ausgerichtet und fand am 8. und 9. Oktober 2026 im Tagungszentrum Hohenheim in Stuttgart statt.
Daniel Wolff zeigte, dass sich das Verfassungsrecht gegenüber der Klimapolitik zu keiner Zeit neutral verhalten hat: Lange Zeit stattete es allein die Gegenwart mit durchsetzbaren Rechtspositionen aus, während die Zukunft auf das Staatsziel des Art. 20a GG verwiesen blieb. Erst der Klimabeschluss des Bundesverfassungsgerichts habe diese Einseitigkeit korrigiert, dabei allerdings keine Rechte künftiger Generationen begründet, sondern die künftige Freiheit heute lebender Menschen einklagbar gemacht.
Neuerscheinung: Die Besetzung der Landesverfassungsgerichte bei parlamentarischen Wahlblockaden

01.10.2026
In der Neuen Zeitschrift für Verwaltungsrecht (NVwZ 2026, S. 1474–1480) ist ein Aufsatz von Daniel Wolff und Till Homrighausen zur Resilienz der Landesverfassungsgerichte erschienen. Die Wahl von Landesverfassungsrichterinnen und -richtern mit Zweidrittelmehrheit birgt in einem fragmentierten und polarisierten Parteiensystem zunehmend Blockaderisiken. Der Beitrag zeigt, dass das qualifizierte Mehrheitserfordernis nicht der Steigerung demokratischer Legitimation dient, sondern der Sicherung richterlicher Unabhängigkeit. Diese Funktion kann auch ein Ersatzwahlmechanismus erfüllen, bei dem das Landesverfassungsgericht Wahlvorschläge unterbreitet. Das im Saarland und in Sachsen-Anhalt eingeführte Modell weist allerdings eine Lücke auf: Es schützt vor blockierenden Sperrminoritäten, nicht aber vor Mehrheiten, die die Nachwahl bewusst verweigern. Befürwortet wird deshalb ein zweistufiger Ersatzwahlmechanismus, in dessen zweiten Wahlgang die relative Mehrheit genügt.
Der Beitrag beruht auf der Stellungnahme, die Daniel Wolff im Mai 2026 für den Rechtsausschuss des Landtags Mecklenburg-Vorpommern abgegeben hat.
„Zeit und Verfassung“ unter den „Juristischen Büchern des Jahres“

30.09.2026
Die Habilitationsschrift von Daniel Wolff „Zeit und Verfassung. Konstitutionelle Reaktionen auf den Zeitregimewechsel“ (Mohr Siebeck 2025) gehört zu den „Juristischen Büchern des Jahres“. Ein Kreis von Rechtswissenschaftlerinnen und Rechtswissenschaftlern um Reinhard Zimmermann empfiehlt jedes Jahr juristische Bücher, die in besonderer Weise beeindruckt haben. Die diesjährige Leseempfehlung ist in der JuristenZeitung erschienen (JZ 2026, S. 869–875). Sie hebt hervor, dass das Buch neben einer verfassungshistorischen und demokratietheoretischen auch eine verfassungsdogmatische Analyse bietet, und bezeichnet es als „eindrucksvolles und gedankenreiches Werk“.
Besprochen wurde das Buch außerdem von Christoph Gusy in der JuristenZeitung (JZ 2026, S. 196–200), von Hendrik Munsonius im Archiv des öffentlichen Rechts (AöR 151 [2026], S. 617–621) und von Helmut Goerlich in den Sächsischen Verwaltungsblättern (SächsVBl. 2026, S. 286–288).
Das Buch ist hier Open Access verfügbar.



Sachverständigenstellungnahme für die Enquete-Kommission zur Corona-Pandemie
21.09.2026
Am 21.09.2026 nahm Daniel Wolff als Sachverständiger an einem Fachgespräch der Arbeitsgruppe „Staatliches Handeln, Recht und Föderalismus“ der Enquete-Kommission „Aufarbeitung der Corona-Pandemie und Lehren für zukünftige pandemische Ereignisse“ des Deutschen Bundestages teil. Gegenstand war das Thema „Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen“.
In seiner schriftlichen Stellungnahme und im Eingangsstatement ordnete Daniel Wolff die beiden berufsbezogenen Impfpflichten ein, die in der COVID-19-Pandemie zum Einsatz kamen: die befristete Nachweispflicht nach § 20a IfSG a. F. für Einrichtungen des Gesundheitswesens und die soldatenrechtliche Duldungspflicht nach § 17a Abs. 2 SG. Sodann entwickelte er Kriterien für den künftigen Umgang mit dem Instrument. Dazu zählen insbesondere eine belastbare Datengrundlage nebst Evaluationspflicht, der Vorrang freiwilliger Impfangebote, die Ausrichtung des Adressatenkreises an der Nähebeziehung zu den geschützten Personen, bestimmte Ausnahmetatbestände sowie eine Befristung der Pflicht. Die Stellungnahme wird mit dem Abschlussbericht der Enquete-Kommission veröffentlicht.
Vortrag: Resilienz des Rechtsstaats
17.09.2026
Am 17.09.2026 hielt Daniel Wolff einen Vortrag zum Thema „Resilienz des Rechtsstaats – Verwaltung und Verwaltungsgerichtsbarkeit im Zugriff des autoritären Populismus“. Der Vortrag war Teil der Tagung „Beamtenrecht“, die von der Deutschen Richterakademie vom 14. bis 17.09.2026 in der Tagungsstätte Wustrau durchgeführt wurde. Der Vortrag erklärte den schillernden Begriff der Resilienz und bestimmte dessen Leistungsgrenzen. Sodann wurde das Spannungsverhältnis entfaltet, in dem der autoritäre Populismus zur Verwaltung und zur Verwaltungsgerichtsbarkeit steht, die typischen Zugriffsstrategien und die ihnen im geltenden Recht gesetzten Grenzen analysiert sowie Handlungsoptionen zur Resilienzsteigerung erörtert.

Neuerscheinung: Die Storification des Verfassungsrechts

15.09.2026
In seinem jüngst im Jahrbuch des öffentlichen Rechts der Gegenwart (Band 74, 2026, S. 319–344) erschienenen Beitrag „Die Storification des Verfassungsrechts – Grundlagen und Perspektiven konstitutioneller Narrativität“ analysiert Daniel Wolff die Rolle von Narrativen im Verfassungsrecht sowie die neue verfassungsrechtswissenschaftliche Aufmerksamkeit für Narrative und plädiert für eine behutsame Storification des Verfassungsrechts..
Neuerscheinung: Resilienz der Verwaltungsgerichtsbarkeit

19.06.2026
Wie resilient erweist sich der Verfassungsstaat gegenüber dem autoritären Populismus? Für einige seiner Institutionen sind Antworten auf diese Frage bereits erarbeitet worden. Der Verwaltungsgerichtsbarkeit hat die Resilienzforschung dagegen bislang kaum Aufmerksamkeit geschenkt.
Ein von Nina Dähne und Daniel Wolff verfasster und nun in der JuristenZeitung (2026, S. 521–529) erschienener Aufsatz versucht, diese Lücke zu schließen. Er benennt die Bedrohungen, denen die Verwaltungsgerichtsbarkeit durch autoritär-populistische Akteure ausgesetzt ist, beschreibt die Beiträge, die sie zur demokratischen Resilienz leistet, und zeigt politische Handlungsmöglichkeiten zur Resilienzsteigerung auf.
Anhörung im Rechtsausschuss

27.05.2026
Am 27.05.2026 wurde Daniel Wolff in der 97. Sitzung des Rechtsausschusses des Landtags Mecklenburg-Vorpommern als Sachverständiger zum Gesetzentwurf zur Stärkung der Resilienz des Landesverfassungsgerichts (Drucksache 8/6488) angehört. Der Entwurf zielt darauf ab, die Funktions- und Handlungsfähigkeit des Gerichts zu sichern. Kern des Vorhabens ist die Einführung eines Ersatzwahlmechanismus für den Fall einer Blockade bei der Wahl von Verfassungsrichterinnen und Verfassungsrichtern sowie die verfassungsrechtliche Verankerung zentraler Verfahrens- und Organisationsvorschriften.
Daniel Wolff begrüßte in seiner Stellungnahme den Gesetzentwurf, verdeutlichte die Risiken, die im geltenden Recht bestehen, und regte einzelne Anpassungen an. Seine schriftliche Stellungnahme ist hier abrufbar. Einen Bericht über die Anhörung hat der Landtag hier veröffentlicht. Auch die Presse hat über die Anhörung berichtet.
Neuerscheinung: Recht und Haltung

18.05.2026
Mitte Mai ist der von Tobias Lutzi und Daniel Wolff bei Mohr Siebeck herausgegebene Band „Recht und Haltung“ erschienen. Am Anfang steht die Beobachtung, dass Haltung gegenwärtig Konjunktur hat. In unserer krisengeschüttelten Welt wird täglich dazu aufgerufen, Haltung zu zeigen. Auch Juristinnen und Juristen machen Haltung inzwischen ausdrücklich zum Thema. Manche legen ihre persönliche Haltung sogar sichtbar der eigenen rechtspraktischen oder rechtswissenschaftlichen Arbeit zugrunde. Offen begreifen sie das Recht als Instrument zur Verbesserung der Welt, worunter sie freilich ganz Unterschiedliches verstehen. Diese Entwicklungen nehmen die 13 Texte des Bandes zum Anlass für eine Untersuchung des Zusammenhangs von Haltung und Recht. Thematisiert werden kollektive und individuelle Haltungen sowie ihr Einfluss auf juristische Arbeit und Argumentation. Die Beiträge fragen danach, welche Haltungen wir im Recht tatsächlich vorfinden und welche normativ anzustreben oder zurückzuweisen sind.
Hier geht es zum Open Access.
Neuerscheinung: „CO₂ in der Luft" - Referendarexamensklausur im ÖffR

04.05.2026
Klimaschutz durch Flugverbot per Rechtsverordnung? Der Beitrag von Daniel Wolff und Max Kelch in der JuS (2026, S. 434–441) behandelt verfassungsrechtliche Fragen der exekutiven Normsetzung am Beispiel klimaschützender Maßnahmen in Form einer Referendarexamensklausur. Ausgangspunkt ist eine Rechtsverordnung zum Verbot innerdeutscher Flüge, deren Verfassungsmäßigkeit im Rahmen einer abstrakten Normenkontrolle insbesondere an den Anforderungen des Art. 80 GG, am Parlamentsvorbehalt aus Art. 20 Abs. 3 GG sowie an formellen Verkündungs- und Zuständigkeitsfragen geprüft wird.
Neuerscheinung: Mehrdimensionale Diskriminierungen (Luisa Lehning)

13.04.2026
Inwieweit kann das kategoriale System des deutschen Verfassungs- und Antidiskriminierungsrechts die Benachteiligung mehrfach marginalisierter Personen adäquat erfassen? Diese Frage steht am Anfang der jüngst bei Mohr Siebeck erschienenen Doktorarbeit von Luisa Lehning, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl, mit dem Titel „Mehrdimensionale Diskriminierungen. Rechtliche Erfassung von Intersektionalität und Benachteiligungsstrukturen am Beispiel von Art. 3 Abs. 3 GG“. Als Ergebnis entwickelt die Autorin ein dogmatisches Raster, mit dem rechtlich bislang zu wenig beachtete mehrdimensionale Ungleichbehandlungen sichtbar gemacht und ihre spezifische Intensität für Angehörige marginalisierter Gruppen bestimmt werden kann.
Erfolgreicher Antrag im Projekt Con-Future für GryphonMoot

10.03.2026
Die gemeinsam mit Dr. Max Georg Hügel, Dr. Kristin Kliemannel und Dr. Beate Lüder entwickelte rechtsgebietsübergreifende Projektidee zur Etablierung eines universitätsinternen Moot Courts (GryphonMoot) hat als Teil des Projekts „Constructing the Future – zukunftsorientiert studieren“ der Universität Greifswald eine Förderzusage erhalten. Der Förderzeitraum beginnt am 1. April 2026 und endet am 31. März 2028.
Ziel ist die Schaffung eines curricular eingebundenen Formats, das die bestehenden Studienangebote um ein praxisnahes Lehrformat ergänzt und den mündlichen Vortrag juristischer Argumente im Rahmen einer Gerichtssimulation in den Mittelpunkt stellt. Studierende sollen auf diese Weise gezielt zum Sprechen befähigt werden und zentrale Zukunftskompetenzen erwerben.
GryphonMoot wird an die zu schreibende Hausarbeit anknüpfen und erstmals im kommenden Wintersemester 2026/27 starten.
Weitere Informationen finden Sie hier.
Vortrag: „Die Lehren aus der sog. Justizreform in Israel“

07.03.2026
Am 07.03.2026 hielt Daniel Wolff auf der Tagung „Bedrohte Justiz – Politisierungsstrategien als Gefahr für den demokratischen Rechtsstaat“ einen Vortrag zum Thema „Die sog. Justizreform in Israel – Musterbeispiel einer populistischen Aushöhlung der dritten Gewalt?“. Die These des Vortrags lautete, dass die Geschehnisse und Diskurse in Israel nicht nur ein Musterbeispiel für einen umfassenden Angriff populistischer Kräfte auf die dritte Gewalt sind, sondern auch für eine Schwäche in der Argumentation der Gegner solcher Justizreformen, die in einer Fixierung auf den Status quo besteht.
Neuerscheinung: Aufsatz im Band „Kontroverse Richtungsentscheidungen in der Politik"

25.02.2026
Die Energiewende trägt den Richtungswechsel, den sie in der Energiepolitik des wiedervereinigten Deutschlands angestoßen hat, bereits im Namen. Aber handelt es sich bei der Energiewende tatsächlich um eine kontroverse politische Richtungsentscheidung? Und welche Rolle spielte das Recht dabei? Diese Fragen beantwortet Daniel Wolff in seinem Beitrag „Die Energiewende als Rechtswende – Eine (rechts-)historische Untersuchung“, der in dem von Christian Walter und Andreas Wirsching herausgegebenen interdisziplinären Band „Kontroverse Richtungsentscheidungen in der Politik“ erschienen ist (S. 171–204).
Den Band mit dem Beitrag können Sie hier lesen.
Erfolgreicher Antrag im eTutor:innen-Programm

19.12.2025
Das Lehrprojekt „Fallbasiertes Lernen – Digitale Vertiefung und Anwendung über Moodle“ wird als eines von universitätsweit sieben Projekten im eTutor:innen-Programm 2026 gefördert, mit dem die Universität Greifswald die Entwicklung und Umsetzung digitaler Lehr- und Lernformate unterstützt.
Im Zuge des Projekts wird die Vorlesung im Staatsorganisationsrecht künftig um weitere digitale Elemente ergänzt. Auf der Lernplattform Moodle werden begleitende Fallübungen und Quizze bereitgestellt, die es Studierenden ermöglichen, die Inhalte der Vorlesung eigenständig nachzubereiten und zu vertiefen.
Auf diese Weise wird die Präsenzlehre gezielt mit strukturierten digitalen Selbstlernphasen zu einem kohärenten und kontinuierlichen Lernprozess verknüpft.
Neuerscheinung: Does One Size Fit All? Assigning Responsibilities to Local Governments

30.11.2025
Gemeinsam mit Laura Mähle von der Universität Augsburg hat Daniel Wolff einen verwaltungsrechtsvergleichenden Aufsatz mit dem Titel „Does One Size Fit All? Assigning Responsibilities to Local Governments“ veröffentlicht. Er nimmt sich des globalen Problems der großen Diskrepanz zwischen den Zuständigkeiten und den Kapazitäten lokaler Verwaltungen an, analysiert den Status quo und entwirft ein Modell, um dieses Problem zu adressieren. Der Aufsatz ist in dem Band „Municipal Tasks and Financing – An Urban-Rural Perspective“ erschienen, der Open Access veröffentlicht wurde.
Vortrag: „Resilienz des demokratischen Verfassungsstaats: Beitrag und Bedrohung der Verwaltungsgerichtsbarkeit"

20.11.2025
Am 20.11.2025 hielt Daniel Wolff auf der Jahresarbeitstagung der Verwaltungsgerichtsbarkeit in Mecklenburg-Vorpommern in Güstrow einen Vortrag zum Thema „Resilienz des demokratischen Verfassungsstaats: Beitrag und Bedrohung der Verwaltungsgerichtsbarkeit“. In der anschließenden Diskussion mit den knapp sechzig teilnehmenden Richterinnen und Richtern und der Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz des Landes Mecklenburg-Vorpommern wurde intensiv über Möglichkeiten zur Steigerung der Resilienz debattiert. Die Überlegungen des Vortrags sind in einen gemeinsam mit Nina Dähne verfassten Aufsatz in der JuristenZeitung (2026, S. 521–529) eingegangen.
Neuerscheinung: Zeit und Verfassung

25.09.2025
Die Zeit ist aus den Fugen geraten. Das Zeitregime der Moderne, das die Gesellschaft auf die Zukunft ausrichtete und die Vergangenheit vergessen ließ, ist nicht mehr. In der Spätmoderne spendet die Zukunft nicht mehr Hoffnung, sondern bereitet Sorge, und die Vergangenheit ist omnipräsent. Daniel Wolff argumentiert in seiner nunmehr bei Mohr Siebeck erschienenen Habilitationsschrift, dass dieser Zeitregimewechsel eine sich aus Geschichts- und Zukunftspolitik zusammensetzende Zeitpolitik hervorbringt, die er aus verfassungsrechtlicher Perspektive analysiert. Zum einen untersucht er, welche Rolle der Verfassung im Zusammenhang von Gedächtnisparadigma, Identitätsdiskurs und Geschichtspolitik zukommt, wie Lehren aus der Geschichte Eingang ins deutsche und israelische Verfassungsrecht gefunden haben und wie diese »Nie wieder«-Argumente normativ zu beurteilen sind. Zum anderen entwickelt er angesichts eines strukturellen Mangels an gesetzgeberischer Zukunftspolitik eine Verfassungsdogmatik der Zukunftssicherung.
Das Buch ist hier Open Access verfügbar.

Neuerscheinung: Wie verhalte ich mich in der Vorlesung?
23.09.2025
Der Besuch von Vorlesungen bietet im Jurastudium eine wertvolle Gelegenheit, sich mit den Grundstrukturen sowie den zentralen Konzepten der verschiedenen Rechtsgebiete vertraut zu machen und so die für den Studienerfolg notwendige juristische Sachkompetenz aufzubauen.
Weil es aber nicht genügt, nur körperlich anwesend zu sein, skizziert ein von Daniel Wolff und Julia Wiederrich verfasster Beitrag in der JuS (2025, S. 904-908) pünktlich zum Semesterstart, wie ein effektiver Vorlesungsbesuch aussehen kann.
Moderation und Kommentar: Verfassungsrechtsdogmatik vor den Herausforderungen der Interdisziplinarität aus Sicht des japanischen Rechts
25.07.2025
Am 25.07.2025 hielt Prof. Dr. Takayuki Harashima von der Kansai-Universität in Osaka (via Zoom) einen Vortrag zum Thema „Verfassungsrechtsdogmatik vor den Herausforderungen der Interdisziplinarität aus Sicht des japanischen Rechts“, der von der Forschungsstelle für Japanisches Recht an der Universität Augsburg organisiert wurde. Daniel Wolff, vormaliger Co-Direktor dieser Forschungsstelle und gegenwärtiges Mitglied ihres wissenschaftlichen Beirats, moderierte die Veranstaltung und steuerte einen wissenschaftlichen Kommentar zum Thema „Interdisziplinarität und Verfassungsdogmatik aus Sicht der deutschen Verfassungsrechtswissenschaft“ bei.

Neuerscheinung: Der Einfluss des Klimakonventionsrechts auf das Klimaverfassungsrecht

14.07.2025
Mit dem KlimaSeniorinnen-Urteil hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte eine klimakonventionsrechtliche Grundsatzentscheidung gefällt. Die zwei wichtigsten dogmatischen Erträge sind die Art. 34 EMRK entnommene und durch Art. 6 Abs. 1 EMRK abgesicherte „opferlose Klima-Verbandsbeschwerde“ sowie die klimakrisenspezifische Schutzpflicht aus Art. 8 EMRK. Daniel Wolff geht in einem in der Zeitschrift „Klima und Recht“ erschienenen Aufsatz (2025, S. 203–211) der Frage nach, welche Auswirkungen diese dogmatischen Innovationen im Klimakonventionsrecht auf das deutsche Klimaverfassungsrecht haben, das vom Bundesverfassungsgericht im Jahr 2021 in seinem Klimabeschluss näher entfaltet wurde.
Paneldiskussion: Tagung „Rehabilitierungsrecht?" an der FAU Erlangen-Nürnberg

23.06.2025
Auf der Tagung „Rehabilitierungsrecht? Wiedergutmachung durch Urteilsaufhebung im gesellschaftlichen und rechtlichen Wandel“ leitete Daniel Wolff ein Panel zum Thema „Die neuere Praxis und ihre rechtliche Bewertung“. Die intradisziplinäre Tagung beleuchtete aus rechtstheoretischer, rechtsdogmatischer und rechtspolitischer Perspektive das Phänomen der strafrechtlichen Rehabilitierung durch Urteilsaufhebungen.
Podiumsdiskussion: Auseinandersetzung mit dem NS in der juristischen Ausbildung

19.05.2025
Auf Einladung des Studentischen Vereins zur Förderung von Erinnerungskultur und der Fachschaftsinitiative Jura München diskutierte Daniel Wolff auf einem Podium an der LMU München darüber, ob sich rechtsstaatliche Haltung in der juristischen Ausbildung vermitteln lässt, wie Lehrende die kritische Auseinandersetzung mit NS-Unrecht in aktuelle Prüfungsformate integrieren können und welche Konzepte es bereits gibt, die deutschen Unrechtsvergangenheiten in das juristische Studium einzubeziehen.
Neuerscheinung: Populistische Verwaltungspolitik und wehrhafter Verwaltungsstaat

05.05.2025
Die Resilienz des demokratischen Verfassungsstaats gegenüber dem autoritären Populismus wird derzeit intensiv diskutiert. Die öffentliche Verwaltung hat in dieser Debatte bislang jedoch kaum Beachtung gefunden. In einem jüngst in der Zeitschrift „Die Verwaltung“ (2024, S. 509–546) erschienenen Beitrag untersucht Daniel Wolff das Schutzniveau, das das Bundesrecht unter Entfaltung der Verfassungsentscheidung für den wehrhaften Verwaltungsstaat gegenüber Strategien populistischer Verwaltungspolitik bietet. Dazu skizziert er das konflikthafte Verhältnis des Populismus zur öffentlichen Verwaltung, die sowohl ideologisches Feindbild als auch notwendiges Werkzeug populistischer Regierungspolitik ist. Ferner identifiziert er konkrete populistische Verwaltungspolitiken auf den Steuerungsebenen Verhaltensnormen, Organisation und Personal und untersucht sie auf ihre rechtlichen Schranken hin. Der Beitrag endet mit rechtspolitischen Anregungen, die das Schutzniveau gegenüber populistischer Verwaltungspolitik weiter erhöhen können.
Neuerscheinung: Verwaltung der Klimakrise. Die Vermessung des Klimaverwaltungsrechts

30.04.2025
Das von Christoph Krönke und Daniel Wolff herausgegebene Beiheft leistet einen Beitrag dazu, das im Entstehen begriffene Rechtsgebiet „Klimaverwaltungsrecht“ konzeptionell zu fassen, dogmatisch auszuformen, systematisch zu beschreiben sowie inter- und intradisziplinär zu rahmen. Das »Klimaverwaltungsrecht« nimmt alle Rechtsmaterien in den Blick, in denen die Verwaltung den Ursachen und Folgen des Klimawandels entgegenwirken bzw. diesen Rechnung tragen kann und soll.
Die dem Klimaverwaltungsrecht gewidmeten Beiträge sind aus Anlass eines wissenschaftlichen Symposiums zum 60. Geburtstag von Martin Burgi entstanden, der das Klimaverwaltungsrecht auf den Begriff gebracht hat. Ihm ist das Beiheft gewidmet.
Neuerscheinung: Transformationsgestaltung durch konsistente und kohärente Subventionspolitik

01.04.2025
Das Gelingen der ökologischen Transformation hängt von einer kohärenten Subventionspolitik ab, die klimafreundliche Maßnahmen fördert und klimaschädliche Subventionen abbaut. Der in der Zeitschrift für Umweltrecht (2025, S. 215–223) erschienene Beitrag von Daniel Wolff zeigt auf, dass die Gebote subventionspolitischer Kohärenz und Konsistenz nicht nur politischer Natur sind, sondern mit Blick auf Artikel 20a GG auch verfassungsrechtliche Dignität besitzen.
Neuerscheinung: Individualität und Kollektivität
10.03.2025
In jüngerer Zeit wird in Deutschland und Japan das Verhältnis von Individuum und Kollektiv sowie von Individualität und Kollektivität zunehmend gesellschaftlich wie politisch thematisiert und problematisiert. Das Verhältnis von Kollektiv und Individuum in „Kultur“ und „Gesellschaft“ beider Länder bildet den Hintergrund für den soeben bei Mohr Siebeck erschienenen und von Daniel Wolff gemeinsam mit Tomoaki Kurishima und Johannes Kaspar herausgegebenen Band „Individualität und Kollektivität“, dessen Beiträge individualistische und kollektivistische Dimensionen des jeweiligen Rechtssystems herausarbeiten. Dadurch soll sowohl ein gehaltvolleres Verständnis der gesellschaftlichen und kulturellen Kontextbedingungen der jeweiligen Rechtsordnungen ermöglicht als auch ein fruchtbarer Boden für künftige Projekte deutsch-japanischer Rechtsvergleichung bereitet werden. Erhältlich ist der Band hier.
