»Politeía« Ein Abenteuer mit Platon

Joachim Lege

»Politeía«
Ein Abenteuer mit Platon

Bei Mohr Siebeck (2013, 260 Seiten)

Fadengeheftete Broschur
ISBN 978-3-16-152680-0

Das letzte Buch von Professor Lege ist eine Nacherzählung, besser: ein Auf-den-heutigen-Stand-Bringen (Aggiornamento) des wichtigsten Werkes der europäischen Philosophie überhaupt: Platons "Politeía", fälschlich meist übersetzt mit "Der Staat".

WERBETEXT DES VERLAGES

Platons „Politeía“ – fälschlich meist übersetzt mit „Der Staat“ ist das vielleicht wichtigste Buch der europäischen Philosophie. Joachim Lege hat es unternommen, dieses Werk für ein breiteres Publikum nachzuerzählen – mit Seitenhieben auf Damals und Heute.

Die Intention ist dabei, die „Politeía“ (wörtlich: Verfassung) als Gesamtkunstwerk zu nehmen, als große Literatur, bei der sich erst aus dem Ganzen der Sinn der Einzelpositionen ergibt, die Sokrates im Dialog mit seinen Freunden durchschreitet. Nämlich: Auseinandersetzung mit der These „Recht ist was den Mächtigen nützt“; Entwurf einer Marktordnung als Naturzustand des Staates; das Bedürfnis nach Herrschaft als Antwort auf den Krieg; das Problem ihrer Bändigung; die Hoffnung auf Bildung (paideía) als Lösung des Problems; Bildung als Unterricht in Sport (gymnastikḗ) und ausgewählter Kultur (mousikḗ); Gleichstellung der Frauen; Auswahl der Eliten, indem man sie in Versuchung führt; die doppelte Frage nach der Gerechtigkeit (dikaiosýnē): im Menschen und im Staat (pólis); Gerechtigkeit als Gesundheit der Seele (psychḗ), Gerechtigkeit als Kompetenzordnung; Philosophen an die Macht!; Gerechtigkeit als Unterfall des Guten; das Gute als Idee; die Ideenlehre mit dem Höhlengleichnis; die höhere Bildung zur Philosophin/zum Philosophen: Mathematik, Musiktheorie, Logik; Soziologie und Psychologie des Verfassungswandels: vom Idealstaat über Kapitalismus und Demokratie (= Diktatur des Proletariats) zur Tyrannis; Medienkritik; Belohnung der Gerechten trotz alledem: die Seelenwanderung im Schlussmythos. Und all dies in der festen Überzeugung: Die Suche nach dem Glück muss primär eine Suche nach Gerechtigkeit sein.

Kontakt

Joachim Lege

Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Verfassungsgeschichte, Rechts- und Staatsphilosophie

Univ.-Prof., Dr. jur. habil.

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