Institut für Energie-, Umwelt- und Seerecht

Die Transformation des Energie-, Wirtschafts-, Gesundheits- und Gesellschaftssystems hin zu einem klimaneutralen und nachhaltigen System stellt eine aktuell bestehende Herausforderung für die Politik dar. Zudem hat die Covid-19-Pandemie offenbart, dass Gesundheitsschutz eine globale Herausforderung ist und auf Dauer eine planetare Gesundheit erfordert. Das führt dazu, dass Gesundheits- und Umweltschutz gemeinsam gedacht werden müssen.

Beide Herausforderungen können wiederum ohne Digitalisierung und des Einsatzes künstlicher Intelligenz kaum gelingen. Um ihre Bewältigung weder ausschließlich künftigen Generationen aufzubürden, noch lediglich in andere Bereiche zu verschieben, ist die Entwicklung übergreifender Leitbilder, Konzepte und Instrumente unerlässlich, um ganzheitlich und nachhaltig Gesundheits- und Umweltsysteme fortzuentwickeln.


​​​​​​​Veranstaltungen

Durch verschiedene Veranstaltungsformate ist das Institut intensiv im Transfer zwischen Rechtswissenschaft und Rechtspraxis tätig.


Comparative Moot Court Environmental Law (CMEL): Erfolgreiche Teilnahme eines Greifswalder Teams

Im Sommersemester 2022 wurde erneut ein internationaler, rechtsvergleichender Moot Court im Umweltrecht ausgetragen. Ein Team aus Greifswalder und Münsteraner Studierenden absolvierte unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Schlacke, Herrn Prof. Dr. Sauthoff und Frau Prof. Dr. Grotefels erfolgreich den Moot Court. Inhalt des Moot Courts war die Aufbereitung eines umweltrechtlichen Falles, der verschiedene Konstellationen des unionsrechtlich bedingten Wasser- und Düngerechts sowie Rechtsschutzvarianten (Individual- und Verbandsklage) betraf.

Die Studierenden bereiteten den Fall zunächst in ihrer Rolle als Kläger oder Beklagte über einen Zeitraum von mehreren Wochen vor und tauschten Klage und Klageerwiderung aus.  

Im Rahmen einer simulierten mündlichen Verhandlung eines Verwaltungsgerichts unter Leitung von Präs. OVG MV a.D. Prof. Dr. Sauthoff und R’in VG Köln Zerwes sowie unter Mitwirkung von Prof. Dr. Schlacke und Prof. Dr. Grotefels trugen die Teams ihre rechtlichen Argumente vor und traten in ein Rechtsgespräch ein. Die nationalen Ergebnisse wurden gemeinsam mit den anderen teilnehmenden Teams europäischer Universitäten (Utrecht, Gent) in einer zweiten Sitzung besprochen. In dieser von Prof. Dr. Backes, Universität Utrecht, geleiteten Sitzung arbeiteten die drei Teams Gemeinsamkeiten und Unterschiede heraus. Im Zentrum stand, wie die unionsrechtlichen Vorgaben durch die nationalen Rechtssysteme zu unterschiedlichen Resultaten in den Mitgliedstaaten führen können.

Durch großes Engagement und juristischer Expertise trugen die Studierenden maßgeblich dazu bei, dass die Veranstaltung auf nationaler und europäischer Ebene für alle Beteiligten gewinnbringend war.

 


WBGU Co-Vorsitzende Prof. Dr. Sabine Schlacke trifft Bundesumweltministerin Steffi Lemke

Stromnetzausbau: Praktische & rechtliche Herausforderungen

Hybridveranstaltung am 31.05.2022

Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch bis 2030 auf mindestens 80 % und bis 2035 auf 100 % zu erhöhen sowie Klimaneutralität bis 2045 zu erreichen. Auch eine Autarkie Deutschlands von Importen fossiler Energieträger aus Russland sowie der Notwendigkeit der Transformation privater Heizungen von gas- auf strombasierte Anlagen führen zu einem gesteigerten Druck auf den Stromnetzausbau.

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12.04.2022: Erstes Greifswalder Gespräch: Landes-Klimaschutzgesetzgebung – Potenziale und Grenzen

12.04.2022: Erstes Greifswalder Gespräch: Landes-Klimaschutzgesetzgebung – Potenziale und Grenzen

Digitale Veranstaltung am 12.04.2022

Die rasante Entwicklung von Landes-Klimaschutzgesetzen in den letzten acht Jahren hat eine reiche Vielfalt an Zielen, Klimaschutzplänen und -konzepten sowie Instrumenten hervorgebracht. Der dadurch erhöhte Druck auf den Bundesgesetzgeber, ein bundeseinheitliches Regelwerk zu erlassen, hat letztlich Wirkung gezeigt: Ende 2019 trat das Bundes-Klimaschutzgesetz (KSG) in Kraft. Es macht bestehende Klimaschutzgesetze der Länder nicht obsolet und eröffnet explizit den Bundesländern auch die Möglichkeit, zukünftig Klimaschutzgesetze zu erlassen.

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18.11.2021 - Offshore-Windenergie

18.11.2021 - Offshore-Windenergie

Planung, Förderung und Regulierung als passendes Steuerungsmodell?

Tagung (VIR/IfEUS): In den Vorträgen und Diskussionen geht es um  einer Bestandsaufnahme der Infrastruktur für Offshore-Windkraftprojekte, um neue technologische Entwicklungen und rechtliche Herausforderungen wie Energy Hubs und Energy Islands, sowie Fragen des Rückbaus und dem Repowering von Offshore-Anlagen.

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18.11.2021 - Tagungsbericht: Offshore-Windenergie

18.11.2021 - Tagungsbericht: Offshore-Windenergie

Prof. Dr. Claudio Franzius, FEU; Prof. Dr. Sabine Schlacke, Uni Greifswald; Sandra Gerdes, FEU; Prof. Dr. Peter Schütte, BBG und Partner

Offshore-Windenergie

Planung, Förderung und Regulierung als passendes Steuerungsmodell?

Jahrestagung des VIR und des IfEUS am 18. November 2021

Die Jahrestagung des VIR wurde in Kooperation mit dem Institut für Energie-, Umwelt- und Seerecht (IfEUS) an der Universität Greifswald durchgeführt, das von Prof. Dr. Sabine Schlacke geleitet wird. Mit der Offshore-Windenergie wurde ein Thema aufgegriffen, das für den norddeutschen Raum eine herausragende Bedeutung hat. Denn hier werden Wegmarken für die Energiewende gesetzt. Dabei ging es neben einer Bestandsaufnahme der Infrastruktur für Offshore-Windkraftprojekte um neue technologische Entwicklungen und Herausforderungen wie Energy Hubs und Energy Islands sowie Fragen des Rückbaus und dem Repowering von Offshore-Anlagen.

Unter der Leitfrage, wie das Zusammenspiel von Planung, Förderung und Regulierung für die Offshore-Windenergie funktioniert und verbessert werden kann, wurden Grundfragen des maritimen Infrastrukturrechts angesprochen, aber auch der Frage nachgegangen, inwieweit das Steuerungskonzept des Windenergie-auf-See-Gesetzes ein Vorbild für den Ausbau von Windenergieanlagen an Land sein kann. Im nächsten Jahr wird sich der VIR mit der „Infrastruktur postfossiler Mobilität“ beschäftigen.


Wissenschaftliche Politikberatung und Projekte


Aufgaben und Schwerpunkte des Instituts

Die epochale Gestaltungsaufgabe, bei der die Erkenntnisse verschiedenster Disziplinen einzubeziehen sind, bedarf der rechtswissenschaftlichen Begleitung. Es sind u.a. folgende vorrangige thematische Bereiche: Gestaltung der Energiewende, Information und Beteiligung der Öffentlichkeit, Verknüpfung und Verzahnung von Gesundheits- und Umweltsystemen, Einsatz digitaler und auf künstlicher Intelligenz basierender Technologien.

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