Aktuelles und Ankündigungen des Lehrstuhls

Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2019/20

Die im kommenden Semester angebotenen Lehrveranstaltungen können hier eingesehen werden.



Aktuelle Veröffentlichungen

Social Identity and International Crimes. Legitimate and Problematic Aspects of the ‘Ordinary People’ Hypothesis

In: Aksenova / van Sliedregt / Parmentier (Hrsg.), Breaking the Cycle of Mass Atrocities, Criminological and Socio-Legal Approaches in International Criminal Law, Oxford: Hart 2019, S. 199 – 21

Informationen zum Buch (entnommen aus der Beschreibung der Verlagsseite):

Breaking the Cycle of Mass Atrocities investigates the role of international criminal law at different stages of mass atrocities, shifting away from its narrow understanding solely as an instrument of punishment of those most responsible. The book is premised on the idea that there are distinct phases of collective violence, and international criminal law contributes in one way or another to each phase. The authors therefore explore various possibilities for international criminal law to be of assistance in breaking the vicious cycle at its different junctures.

Same Same, but Different: Extremistische Ideologien online. Salafistischer Jihadismus und Rechtsextremismus in Social Media.

In: Petzsche / Heger / Metzler (Hrsg.), Terrorismusbekämpfung in Europa im Spannungsfeld zwischen Freiheit und Sicherheit, Historische Erfahrungen und aktuelle Herausforderungen, Baden-Baden: Nomos 2019, S. 273 – 305 (mit Antonia Mischler und Pia Müller)

Zum Volltext in der Nomos - eLibrary

Abstract (Übernommen aus der NK):

Terrorismus ist historisch kein neues Phänomen. Spätestens seit den 1970er Jahren stellen seine unterschiedlichen Spielarten Herausforderungen für die liberalen Staaten Westeuropas dar. Sie wehren sich gegen immer neue Dimensionen der Gefahr nicht nur, indem sie Sicherungsmaßnahmen im öffentlichen Raum erhöhen (etwa mit Betonsperren gegen den Missbrauch von Fahrzeugen zur Tötung ziviler Opfer); sondern auch im Recht findet eine „Aufrüstung“ statt. Angesichts der aktuellen, tiefgreifenden Veränderungen im Recht auf nationaler wie internationaler Ebene ist es an der Zeit, innezuhalten für eine Bestandsaufnahme: Drohen die liberalen Demokratien in Anbetracht der terroristischen Bedrohungen und einer verschärften Politik der Inneren Sicherheit, ihre Freiheit zu verlieren, die doch gerade konstitutiv für diese Staaten ist? Mit dieser Frage befassen sich die Beiträge in diesem Band aus rechts- und geschichtswissenschaftlicher Perspektive. Sie thematisieren historische Konstellationen und Erfahrungen ebenso wie die aktuelle rechtliche Situation in Deutschland, Spanien und Frankreich und wollen so den Weg bahnen für eine interdisziplinäre und vergleichende Auseinandersetzung mit dieser Problematik.

Peripherisierung ländlicher Räume

In: Klimke / Oelkers / Schweer (Hrsg.), Sicherheitsmentalitäten im ländlichen Raum, Wiesbaden: Springer VS 2019, S. 107 – 140 (mit Frieder Dünkel, Stefan Ewert und Bernd Geng)

zum Volltext:

Zusammenfassung (übernommen aus den Verlagsinformationen)

Dass es zwischen als ländlich bezeichneten Räumen weitreichende Unterschiede gibt, zeigt der Beitrag von Frieder Dünkel, Stefan Ewert, Bernd Geng & Stefan Harrendorf zur Peripherisierung ländlicher Räume. Mit dem Begriff der Peripherisierung wird nicht nur eine negative sozioökonomische Entwicklung in einer Region beschrieben, sondern auch auf eine abnehmende Handlungsfähigkeit der gesellschaftlichen Akteure und Institutionen hingewiesen. Die Autoren zeigen auf, wie auf unterschiedlichen Ebenen Peripherisierung die individuellen Lebensbedingungen und die öffentliche Gestaltung der Daseinsvorsorge ungünstig tangiert. Eine zentrale Hypothese ist, dass der Peripherisierungsdruck in ländlichen Räumen aufgrund ökonomischer Strukturschwäche sowie mangelnder technischer und sozialer Infrastrukturfähigkeiten zusätzlich durch eine zunehmende Angleichung der Lebensstile und den damit verbundenen Erwartungen verstärkt wird.

Zu den Besonderheiten des Jugendstrafverfahrens

In: Ad Legendum 2019, S. 214 – 222 (mit Victoria Rieckhoff)

Besorgnis der Befangenheit aufgrund Erörterung im Strafverfahren gem. § 257b StPO? Überlegungen zu OLG Hamburg, Beschl. v. 05.07.2017 - 1 Rev 41/17

In: Strafverteidiger 2019, S. 428 – 432 (mit Nele Lagler)

"Der rational kalkulierende Verbrecher? Zu Entwicklung, Stand und Zukunftsperspektiven ökonomischer Kriminalitätstheorien", S. 181 – 212

In: Recht der Wirtschaft, Festschrift zur Ringvorlesung anlässlich der Wiedereröffnung der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald vor 25 Jahren; Körnert/Lege/Grube (Hrsg.), (mit Bernd Geng)

Berlin: Duncker & Humblot 2019

Aus den Verlagsinformationen:

Als nach dem Zweiten Weltkrieg die Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald im Februar 1946 wiedereröffnet wurde, ließen die sowjetischen Besatzungsbehörden die Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät geschlossen. Seither war die Greifswalder Universität keine Volluniversität mehr. Sie war »amputiert« worden, wie Rektor Zobel 1991 formulierte. Seit der Neukonstituierung der Fakultät im Oktober 1992 sind 25 Jahre vergangen. Das Jubiläum der Wiedererrichtung der Fakultät nahmen Fakultätsmitglieder zum Anlass, in einer Ringvorlesung neuere Forschungsarbeiten vorzustellen, die an den Schnittstellen von Rechts- und Wirtschaftswissenschaften angesiedelt sind. Zu dieser Ringvorlesung lud die Fakultät unter dem Titel »Recht trifft Wirtschaft« im Sommersemester 2017 ein. An sechs Terminen trugen zwölf Professoren – acht Juristen und vier Ökonomen – aus ihren Forschungsarbeiten vor. Der vorliegende Band präsentiert die überarbeiteten und verschriftlichten Versionen der Vorträge.

 

Kontakt

Lehrstuhl für Kriminologie, Strafrecht, Strafprozessrecht und vergleichende Strafrechtswissenschaften

Lehrstuhlinhaber
Prof. Dr. Stefan Harrendorf

Sekretariat
Kornelia Hohn

Domstr. 20
17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 2137