Aktuelles und Ankündigungen des Lehrstuhls

Terminänderung Kolloquium Strafvollzugsrecht

Hinweis auf die Änderung der Veranstaltungszeit und des -ortes.

Das Kolloquium Strafvollzugsrecht findet montags von 12:00 Uhr bis 14:00 Uhr c.t. im HS 1.05 Rubenowstr. 9 a (Historisches Institut)  statt.

Anfängerübung im Wintersemester 2018/2019

Der Ablaufplan der Anfängerübung ist ab sofort im Bereich Lehre einsehbar. 

Der Sachverhalt der Hausarbeit kann hier abgerufen werden.

Terminankündigung für den Schwerpunkt im Sommersemester 2019

Vorbesprechung des Seminars „Die Medien und das Böse: Darstellungen fiktionaler und realer Kriminalität“

Die Vorbesprechung und  Anmeldung für den Schwerpunkt „Kriminologie“ wird am 17.01.2018  um 18.00 Uhr (s.t.) in Raum SR 109 in der Domstraße 20 stattfinden.

Thema des Seminars:

„Die Medien und das Böse: Darstellungen fiktionaler und realer Kriminalität“

 Die Themenausgabe für angemeldete Teilnehmer_innen erfolgt am Di., 12.2., 10 Uhr s.t. im SR 109 in der  Domstr. 20.


Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2018/2019

Die im kommenden Semester angebotenen Lehrveranstaltungen können hier eingesehen werden.


Aktuelle Veröffentlichungen

Strafprozessordnung: StPO

Satzger / Schluckebier / Widmaier (Hrsg.), 3.Auflage 2018

Informationen zur 3.Auflage (aus den Verlagsinformationen):

Die Neuauflage befindet sich auf dem Gesetzes- und Bearbeitungsstand Juli 2017 und beinhaltet so gut wie sämtliche StPO-Änderungsgesetze, die in der Schlussphase der Legislaturperiode noch verabschiedet wurden. Es sind vor allem folgende Gesetze: 

  • Gesetz zur Reform der strafrechtlichen Vermögensabschöpfung vom 13.4.2017 (BGBl. I S. 872) (in Kraft seit 1.7.2017)
  • Gesetz zur Einführung der elektronischen Akte in der Justiz und zur weiteren Förderung des elektronischen Rechtsverkehrs vom 5.7.2017 (BGBl. I S. 2208)
  •  Zweites Gesetz zur Stärkung der Verfahrensrechte von Beschuldigten im Strafverfahren (noch nicht verkündet)
  •  Gesetz zur effektiveren und praxistauglicheren Ausgestaltung des Strafverfahrens (noch nicht verkündet).
  • Darüber hinaus sind bereits zwei Gesetzentwürfe berücksichtigt, die am 22.9.2017 zur Abstimmung im Bundesrat stehen: 
  • Entwurf eines Gesetzes zur Neuregelung des Schutzes von Geheimnissen bei der Mitwirkung Dritter an der Berufsausübung schweigepflichtiger Personen
  • Entwurf eines Gesetzes über die Erweiterung der Medienöffentlichkeit in Gerichtsverfahren – EMöGG.

Abgesehen davon waren es insgesamt über 20 StPO-Änderungsgesetze, die seit der Vorauflage einzuarbeiten waren.

Stefan Harrendorf hat die §§ 111a, 132a StPO kommentiert.

Vorüberlegungen zur Analyse von Radikalisierungsverläufen im Internet. Zugleich Vorstellung des Teilvorhabens III des Projekts „Radikalisierung im digitalen Zeitalter (RadigZ)“.

In: Neue Kriminalpolitik 2017, S. 388–397. (mit Mark Bibbert, Antonia Mischler und Bernd Geng)

Abstract:

Präsentiert werden einige Vorüberlegungen zur Analyse von Radikalisierungsprozessen im Internet, wie sie im Rahmen von Teilvorhaben III des vom BMBF geförderten Verbundprojekts „Radikalisierung im digitalen Zeitalter“ (RadigZ) erfolgen soll. Zudem wird das Anliegen des Vorhabens sowie in einem Ausblick kurz der weitere Arbeitsplan dargestellt. Untersucht werden sollen für die Bereiche des Rechtsextremismus einerseits und des Salafismus/Jihadismus andererseits, ob und wie Kommunikationsprozesse in den einschlägigen Foren und Social-Media-Gruppen von einem Einstiegslevel für Interessierte bis hin zu geschlossenen Gruppen hochradikalisierter Nutzer zur wechselseitigen Radikalisierung beitragen und unter welchen Bedingungen Gegenmaßnahmen in den Foren und Gruppen selbst (z.B. „Counterspeech“) ggf. erfolgversprechend sein könnten. Methodisch werden zunächst qualitativ, später auch quantitativ die Ebenen des Inhalts, der diskursiven Verstrickung sowie die der Netzwerke adressiert. Da es für empirische Befunde aus dem Teilvorhaben noch zu früh ist, fokussiert der Beitrag auf terminlogische und theoretische Vorüberlegungen. Der Radikalisierungsbegriff wird dabei mit Blick auf die Absicht, Agenten der sozialen Kontrolle hervorzubringen, interpretiert. Es wird erläutert, dass sich Radikalisierung als Positionierung verstehen lässt und welche Konsequenzen daraus für die Analyse der zu Grunde liegenden Deutungsmuster zu ziehen sind. Zudem werden einige für das Forschungsvorhaben wichtige Aspekte des Social Identity Approach betont, auch unter Bezugnahme auf das im Internetkontext bedeutsame Social Identity Model of Deindividuation Effects

ganzer Aufsatz hier

Justizieller Umgang mit kriminellem Verhalten im internationalen Vergleich: Was kann „Comparative Criminal Justice“ leisten?

In: Rechtswissenschaft, Seite 113 - 152.

Abstract:

Anliegen des Beitrags ist, unter Beleuchtung auch der Gemeinsamkeiten und Unterschiede zur vergleichenden Kriminologie und zur Strafrechtsvergleichung die Forschungsrichtung der Comparative Criminal Justice in ihrer Grundausrichtung darzustellen und relevante Forschungsthemen dieses Faches aufzuzeigen. Exemplarisch werden insbesondere die Themen der Selektions- und Definitionsprozesse im Strafverfahren sowie der justiziellen Punitivität näher in den Blick genommen. Jeweils werden auch die Zusammenhänge mit der Arbeitsqualität der Strafverfolgungsorgane am Beispiel der Polizei beleuchtet. Dabei zeigt sich als wichtiges Ergebnis, dass dort, wo die Polizei gut arbeitet, die registrierte Gesamtkriminalität hoch ist, die Raten registrierter vollendeter Tötungsdelinquenz hingegen niedrig. Auch die Gefangenenraten sind in derartigen Ländern tendenziell auf einem niedrigen Niveau. Verallgemeinert man von der Situation der Polizei in einem Land auf die Arbeitsqualität des gesamten Kriminaljustizsystems, so lässt sich umgekehrt auch sagen, dass niedrige Raten der Gesamtkriminalität, hohe Tötungsraten und hohe Gefangenenraten Ausdruck eines dysfunktional organisierten Kriminaljustizsystems sind.

Der Beitrag zeigt, dass Tatverdächtigenquoten und damit auch Aufklärungsquoten primär deliktsabhängig variieren und im internationalen Vergleich jedenfalls nicht von der Qualität der Polizeiarbeit abhängen. Hingegen sind Verurteiltenquoten stärker systemabhängig. Es besteht zudem ein gewisser negativer Zusammenhang zur Qualität der Polizeiarbeit. Tendenziell werden daher gerade in den Ländern, in denen - wenn man wieder von der Polizei auf die anderen Institutionen (Staatsanwaltschaft, Gericht) verallgemeinert - die Kriminaljustiz aus Sicht der Bevölkerung eher gut funktioniert, besonders viele Verfahren eingestellt. Da dies auch im Bereich der Schwerdelinquenz erkennbar ist, dürfte der Grund dafür nicht allein in einer höheren Rate an Opportunitätseinstellungen liegen.

Aufsatz hier

Sentencing Thresholds in German Criminal Law and Practice: Legal and empirical Aspects

In: Criminal Law Forum 28 (2017) S. 501-539

Abstract:

The position of the custody threshold and the proportion of cases passing it are crucial for any attempt to reduce imprisonment. The article focuses on the sentencing threshold(s) in Germany, a country that shows relatively low incarceration rates in international comparison. This is in part due to legislation that aims to replace short prison sentences, especially those below six months, by fines, and unsuspended prison sentences up to two years by suspended ones. These provisions are widely applied in practice, yet not always in accordance with the letter of the law. The article will give an overview of the legal and practical aspects of decision-making between fines and prison sentences and between suspended and unsuspended sentences in Germany. It will show that there is not only one sentencing threshold identifiable in practice, but two different ones: firstly, between fines and suspended sentences, and secondly, between suspended and unsuspended sentences. Problems of the German system are identified, among which are the convertability of day fines into suspended and unsuspended prison terms and the treatment of persistent recidivists. Finally, possible solutions are proposed.

full article here

Attrition in and Performance of Criminal Justice Systems in Europe: A Comparative Approach.

In: European Journal on Criminal Policy and Research 2017, Online First.

Abstract:

The article takes a close look at attrition processes in criminal justice systems across Europe. Reasons for attrition and indicators for attrition measurement are identified. Data used for comparison mainly stems from the European Sourcebook of Crime and Criminal Justice Statistics. The article focuses on offender (suspects per recorded offenses) and conviction (convicted persons per suspects) ratios. These ratios are compared between three European regions: northern and western Europe, southern Europe and central and eastern Europe. The analysis refers to the total of criminal offenses processed in a system and to three selected offenses with a relatively good international comparability (theft, robbery and homicide). It also examines the relationship between attrition and quantitative and qualitative system performance. The article shows that there are significant differences in offender ratios across offense types, whereas conviction ratios differ significantly across regions. While indicators of quantitative system performance are positively correlated with offender and conviction ratios, the quality of police work in a criminal justice system is unrelated to offender ratios and negatively correlated with conviction ratios. Several explanations for these results are discussed.

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Radikalisierung im digitalen Zeitalter – Risiken, Verläufe und Strategien der Prävention.

In: Forum Kriminalprävention 3/2017, S. 23 – 32

(mit Dominic Kudlacek, Nadine Jukschat,Andreas Beelmann, Nicole Bögelein, Bernd Geng, Edzard Glitsch, Thomas Görgen, KatrinHöffler, Diana Kietzmann, Bernd‐Dieter Meier, Frank Neubacher, Silke Schmidt und Thomas Bliesener)

Der Beitrag beschreibt das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Forschungsprojekt Radikalisierung im digitalen Zeitalter (RadigZ), in dessen Rahmen Radikalisierungsverläufe untersucht und Risiken für Radikalisierungsprozesse ermittelt werden. Ein weiteres Ziel des Projektes besteht zudem in der Erarbeitung von neuen Präventionsansätzen und Handlungsempfehlungen, die sich auf Radikalisierungsprozesse beziehen und Gefährdungspotenziale des Internets als zentrales Verbreitungsmedium extremistischer Ideologien berücksichtigen.

Aufsatz hier

Gesamtes Strafrecht StGB | StPO | Nebengesetze Handkommentar

Prof. Dr. Dieter Dölling/ Prof. Dr. Gunnar Duttge/ RA Prof. Dr. Stefan König/ Prof. Dr. Dieter Rössner, 4. Auflage 2017

Informationen zur 4.Auflage (aus den Verlagsinformationen):

Der Handkommentar zum Gesamten Strafrecht hat sich fest etabliert, er ist die „Gesamtlösung“ für StGB, StPO, GVG, JGG und OWiG. Gesetzesübergreifend verknüpfte Normen werden in ihrem Zusammenhang mit wichtigen Nebenstrafrechtsnormen wie BtMG, PflichtVG, StVG und StVO dargestellt, weiteres Nachschlagen entfällt. Die 4. Auflage reagiert auf eine Flut an gesetzlichen Änderungen und berücksichtigt bereits folgende gesetzlichen Neuregelungen der letzten Monate:

  • Gesetz zur Verbesserung der Bekämpfung des Menschenhandels
  • Anti-Doping-Gesetz
  • Gesetz zur Verbesserung des Schutzes der sexuellen Selbstbestimmung
  • Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz
  • Gesetz zur Strafbarkeit der geschäftsmäßigen Beihilfe beim Suizid
  • Gesetz zur Einführung einer Speicherfrist und einer Höchstspeicherfrist für Verkehrsdaten (Vorratsdatenspeicherung)
  •  Gesetz zur Bekämpfung der internationalen Korruption (Korruptionsbekämpfungsgesetz)
  • Gesetz zur Umsetzung von Empfehlungen des NSU-Untersuchungsausschusses des Deutschen Bundestages (Gesetz gegen Hasskriminalität)
  • Gesetz zur Änderung der Verfolgung der Vorbereitung von schweren staatsgefährdenden Gewalttaten (Verschärfung des Terrorismusstrafrechts)
  • 49. Gesetz zur Änderung des Strafgesetzbuches (Umsetzung europäischer Vorgaben zum Sexualstrafrecht)
  • Gesetz zur Novellierung des Rechts der Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus
  • Gesetz zur Bekämpfung von Korruption im Gesundheitswesen
  • Gesetz zur Verbesserung der Rechte von Verletzten im Strafverfahren (3. Opferrechtsreform)

Zudem sind alle strafrechtlich relevanten Regelungen des GVG und EGGVG grundlegend neu kommentiert.

Stefan Harrendorf hat zusammen mit Stefan König die §§245, 248, 249, 252, 256 – 259 StPO kommentiert.

EMRK Europäische Menschenrechtskonvention, Handkommentar

Meyer-Ladewig, J./ Nettesheim, M./ von Raumer, S. (Hrsg.), 4.Auflage 2017

Informationen zur 4.Auflage (aus den Verlagsinformationen):

"Der Handkommentar zur EMRK ist meinungsprägend, wenn es um den effektiven Grundrechtsschutz durch eine präzise Interpretation der Europäischen Menschenrechtskonvention geht. Sämtliche Artikel der EMRK einschließlich der Vorschriften der Protokolle werden an der Spruchpraxis des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, die maßgeblich die deutsche Rechtspraxis beeinflusst, orientiert erläutert. Dem anwaltlichen Praktiker werden alle Möglichkeiten der Beschwerde beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eröffnet. Die prozessuale Durchsetzung der Konvention wird immer mit in den Blick genommen, u.a. durch Hinweise für die Antragsformulierung sowie zahlreiche Beispiele aus der Rechtsprechung des EGMR. Die 4. Auflage berücksichtigt auf dem neuesten Stand: die wichtigen Neuerungen in der Verfahrensordnung des EGMR, die bei der Antragstellung unbedingt zu beachten sind das Gutachten des Europäischen Gerichtshofs zu der Frage, ob die Europäische Union der EMRK beitreten kann die aktuelle Spruchpraxis des EGMR, insbesondere Grundsatzentscheidungen in den Bereichen Sicherungsverwahrung, Sterbehilfe und Asyl"

Stefan Harrendorf hat zusammen mit Stefan König die Art. 5 – 7 EMRK sowie die Protokolle 4, 6, 7, 12 und 13 zur EMRK kommentiert, die bisher von Jens Meyer-Ladewig bearbeitet wurden.

Kontakt

Lehrstuhl für Kriminologie, Strafrecht, Strafprozessrecht und vergleichende Strafrechtswissenschaften

Lehrstuhlinhaber
Prof. Dr. Stefan Harrendorf

Sekretariat
Kornelia Hohn

Domstr. 20
17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 2137