Aktuelles und Ankündigungen des Lehrstuhls

Informationen zur Aufsichtsarbeit im Schwerpunktbereich

Den Termin der Aufsichtsarbeit im Sommersemester 2022 sowie die zugelassenen Hilfsmittel können Sie dieser Datei entnehmen. 


Terminankündigung für den Schwerpunkt im Wintersemester 2022/2023

Thema des Seminars: „Opferwerdung, Opferhilfe, Opferschutz: Kernfragen der Viktimologie“

Die Anmeldung zum Seminar kann mit Angabe der Matrikelnummer bis zum 11. Juli 2022 per E-Mail an stefan.harrendorf@uni-greifswald.de erfolgen. Die Themenausgabe findet am 30. August 2022 statt.


Vorlesung "Einführung in die Kriminalistik"

 

Die Termine der Vorlesung "Einführung in die Kriminalistik" am 03.06. und am 04.06. entfallen!


Restplätze Erasmus

Für das Sommersemester 2023 gibt es noch Restplätze im Rahmen des Erasmus Programms.

Alle Informationen erhalten Sie hier.


Rückgabe der Hausarbeiten

Anfängerübung Strafrecht

Die Rückgabe und Besprechung der Hausarbeit der Anfängerübung Strafrecht findet am 09. Mai innerhalb der Übung (12- 14 Uhr, HS 3/4 Loh) statt.

Sollten Sie an diesem Tag verhindert sein, können Sie die Hausarbeiten ab dem 10. Mai im Sekretariat bei Frau Hohn (Raum 221) zu den Öffnungszeiten abholen.

Bitte beachten Sie folgende Regeln zur Remonstration:

1. Länge der Remonstrationsfrist:

  • Für Hausarbeiten 2 Wochen; für Klausuren 1 Woche

2. Beginn der Remonstrationsfrist:

  • Rückgabe der Prüfungsleistung, nicht Ihre tatsächliche Abholung!

3. Einreichung:

  • schriftlich, unterschrieben und begründet einzureichen unter folgender Adresse:
    • Lehrstuhl für Kriminologie
    • Teresa Beling
    • Domstraße 20
    • 17489 Greifswald
  • Der Remonstration sollte entweder ein frankierter Rückumschlag beiliegen oder das Einverständnis, eine Antwort per Mail zu erhalten.

4. Inhalt

  • Die Remonstration hat unter Zugrundelegung sämtlicher monierter Korrekturanmerkungen und expliziter Hinweise darauf zu erfolgen, warum die eigene Lösung nicht als falsch zu bewerten ist. Pauschale Anträge auf Neubewertung sind unzulässig.

 


Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2022

Die im kommenden Semester angebotenen Lehrveranstaltungen können hier eingesehen werden.


Stefan Orlob erhält Honorarprofessur

Prof. Dr. med. Stefan Orlob

 

Am 16. Februar 2022 wurde Stefan Orlob durch die Universität Greifswald der Titel "Professor" verliehen.

Prof. Dr. med. Stefan Orlob ist seit 2013 Lehrbeauftragter für die Vorlesung „Einführung in die Forensische Psychiatrie“.

weitere Informationen

Lebenslauf und Kontaktinformationen

 


Nele Klamer erhält Genderpreis

Nele Marie Klamer – © Laura Schirrmeister, 2021

Nele Marie Klamer erhielt am 21. Dezember 2021 den Genderpreis der Universität Greifswald für ihre Dissertation zu dem Thema: „'Nein heißt Nein!' – und jetzt? Bewertung des reformierten § 177 StGB anhand einer Urteilsanalyse und eines Rechtsvergleiches mit Irland und Schweden“. Die Arbeit wurde von Prof. Dr. Stefan Harrendorf betreut, an dessen Lehrstuhl Frau Klamer bis 2020 als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig war.

weitere Informationen zum Genderpreis

Lebenslauf Dr. Nele Klamer


Aktuelle Veröffentlichungen

Sicherheit im ländlichen Raum

In: bpb-Dossier „Ländliche Räume“, 2021 (mit Bernd Geng und Frieder Dünkel).

Im ländlichen Raum lebt man sicher, in der Stadt ist es gefährlich? Daten der Sicherheitsbehörden zeigen, dass es so eindeutig nicht ist. Und es gibt auffällige Unterschiede zwischen verschiedenen ländlichen Räumen – das verdeutlichen zwei Fallstudien aus Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern.

Zum Volltext

§§ 245, 248, 249, 252, 256-259 StPO

In: Dölling / Duttge / König / Rössner (Hrsg.), Gesamtes Strafrecht: StGB, StPO, Nebengesetze, Handkommentar, 5. Aufl., Baden-Baden: Nomos 2022 (mit Stefan König).

Aus der Verlagswerbung: 

"Der Handkommentar zum Gesamten Strafrecht ist die überzeugende "Gesamtlösung" für StGB, StPO, GVG, JGG und OWiG. Gesetzesübergreifend verknüpfte Normen werden im Zusammenhang mit wichtigen Nebenstrafrechtsnormen wie BtMG, PflichtVG, StVG und StVO dargestellt, weiteres Nachschlagen entfällt."

Stefan König und Stefan Harrendorf haben dort die Vorschriften der §§ 245, 248, 249, 252, 256-259 StPO kommentiert.

European Sourcebook of Crime and Criminal Justice Statistics – 2021, 6th edition, Göttingen: Universitätsverlag Göttingen 2021

(mit Marcelo F. Aebi, Stefano Caneppele, Yuji Z. Hashimoto, Joerg-Martin Jehle, Tara S. Khan, Olivia Kühn, Chris Lewis, Lorena Molnar, Rannveig Þórisdóttir und Paul Smit)

zum European Sourcebook

Abstract:

"This is the sixth edition of a data collection initiative that started in 1993 under the umbrella of the Council of Europe and has been continued since 2000 by an international group of experts. These experts also act as regional coordinators of a network of national correspondents whose contribution has been decisive in collecting and validating data on a variety of subjects from 42 countries. The Sourcebook is composed of six chapters. The first five cover the current main types of national crime and criminal justice statistics – police, prosecution, conviction, prison, and probation statistics – for the years 2011 to 2016, providing detailed analysis for 2015. The sixth chapter covers national victimization surveys, providing rates for the main indicators every five years from 1990 to 2015. As with every new edition of the Sourcebook, the group has tried to improve data quality as well as comparability and, where appropriate, increase the scope of data collection. This new edition will continue to promote comparative research throughout Europe and make European experiences and data available worldwide."

Die Key Findings des European Sourcebook of Crime and Criminal Justice Statistics – 2021, 6th edition sind hier zu finden. 

 

 

Automatisierte Risikoprognosen im Kontext von Bewährungsentscheidungen

In: Bewährungshilfe 2021, S. 241 – 259 (mit Felix Butz, Stephan Christoph, Lucia Sommerer, Johannes Kaspar und Katrin Höffler)

Abstract:

Die immer rasanter werdenden Entwicklungen im Bereich von Legal Tech, insbesondere auch bezogen auf Künstliche Intelligenz (im Folgenden: KI), beschäftigen zunehmend Justiz und Rechtswissenschaft. Gerade Bewährungsentscheidungen scheinen aufgrund der dort anzustellenden, letztlich auf Wahrscheinlichkeitsaussagen beruhenden, Legalprognose für den Einsatz algorithmenbasierter Systeme prädestiniert. Der vorliegende Beitrag beleuchtet Möglichkeiten und Grenzen der – ggf. KI-gestützten – Automatisierung auf diesem Gebiet, wobei neben den rechtlichen Rahmenbedingungen für die Prognoseerstellung und der bestehenden Prognosepraxis vor allem verfassungsrechtliche, psychologische und gesellschaftliche Hürden einer „Algorithmisierung“ der Bewährungsentscheidung eingehend dargestellt werden.

Gefangenenraten im internationalen und nationalen Vergleich – Entwicklungen und Erklärungsansätze

In: Kupka / Schäfer (Hrsg.), Freiheit wagen – Alternativen zur Haft, Freiburg i. Br.: Lambertus 2021, S. 18 – 52, (mit Frieder Dünkel und Bernd Geng)

Abstract:

„Gefangenenraten werden häufig als Indikator der Punitivität in einer Gesellschaft gewertet. Sie variierten 2019/20 in Europa zwischen 37 und 71 pro 100.000 der Wohnbevölkerung in den skandinavischen Ländern und mehr als 250 bis zu 358 in einigen osteuropäischen Ländern, insbesondere Russland. In den letzten 25 Jahren gab es teilweise gegensätzliche Entwicklungen. Deutlichen Anstiegen in etlichen west- und auch osteuropäischen Ländern steht ein Rückgang oder eine stabile Entwicklung in ebenso vielen anderen Ländern gegenüber. Der Beitrag erörtert einige Erklärungsansätze, die vor allem mit der Entwicklung der kriminalpolitischen Orientierung (Verschärfung von Strafgesetzen, der Strafzumessung etc.) zusammenhängen, ggf. aber auch auf gesamtgesellschaftlichen und politikwissenschaftlichen Faktoren beruhen können. Der skandinavische „Exceptionalism“ findet sich in Teilen auch in anderen Ländern (z. B. Slowenien). Bemerkenswert ist der aktuelle drastische Rückgang von Gefangenenraten in Russland. Perspektiven der weiteren Entwicklung können in einer moderaten Kriminalpolitik skandinavischer, aber auch deutscher Prägung gesehen werden, die auf Front-door- (vermehrte Anwendung von Alternativen zur Freiheitsstrafe sowie Absenkung des Strafmaßes) wie auch Back-door-Strategien (vermehrte und frühzeitigere bedingte Entlassung) setzt.“

„Systemsprenger*innen“? Junge Menschen im Strafvollzug – Entwicklungsdaten zu Belegung, Öffnung und Merkmalen der Gefangenenstruktur im Jugendstrafvollzug

In: Kieslinger / Dressel / Haar (Hrsg.), Systemsprenger*innen: Ressourcenorientierte Ansätze zu einer defizitären Begrifflichkeit, Freiburg i. Br.: Lambertus 2021, S. 113 – 156 (mit Frieder Dünkel und Bernd Geng)

Abstract:

„Der Jugendstrafvollzug ist von den normativen Vorgaben des Jugendgerichtsgesetzes (JGG) einer Klientel vorbehalten, die Ausnahmecharakter hat. Er ist die „ultima ratio“ für junge Straffällige, die mit den herkömmlichen Mitteln des Jugendstrafrechts, den ambulanten erzieherischen Maßnahmen und Sanktionen nicht (mehr) erreicht werden können. Der vorliegende Beitrag versucht, die Gefangenenstruktur des Jugendstrafvollzugs in ihrer Entwicklung der letzten Jahrzehnte zu erfassen und Antworten auf die Frage zu geben, ob der Vollzug die Erwartungen an eine Wiedereingliederung seiner schwierigen und stark vorbelasteten Klientel erfüllt bzw. erfüllen kann. Die Belegung im Jugendstrafvollzug sinkt seit ca. 20 Jahren drastisch, und zwar sowohl bei Strafgefangenen (rd. - 41 %) als auch in der U-Haft (rd. - 45 %). Es geht nicht mehr um Probleme der Überbelegung, sondern um die Gestaltung des Strukturwandels angesichts mangelnder Auslastung. Man kann die aktuelle Entwicklung als Chance sehen, einen systematischen und personell gut ausgestatteten Überleitungsvollzug zu realisieren. Hierbei kommt dem offenen Vollzug eine besondere Rolle zu. Die hierzu vorgestellten empirischen Befunde zeigen noch erhebliche nicht ausgeschöpfte Potenziale auf. Der offene Vollzug findet in den meisten Bundesländern mit Ausnahme von Nordrhein-Westfalen, Berlin und Brandenburg praktisch nicht statt. Die altersbezogene Zusammensetzung des Vollzugs hat sich nicht verändert, Jugendstrafvollzug ist zu nahezu 90 % ein Vollzug für Heranwachsende und Jungerwachsene im Alter von 18 bis unter 25 Jahren. Demgegenüber hat sich allerdings die Deliktsstruktur seit 1990 wesentlich verändert, der Anteil von Gewalttaten unter den Anlassdelikten ist um rd. 82 % gestiegen, derjenige von gewaltlosen Eigentumsdelikten dagegen um rd. 52 % gesunken. Dies ist in erster Linie Ausdruck einer veränderten Sanktionspolitik, gewaltlose Eigentumsdelinquenz weniger häufig mit Jugendstrafe ohne Bewährung zu sanktionieren, wodurch sich zwangsläufig der Anteil der Gewaltdelikte erhöht. Der Jugendvollzug hat sich in den letzten Jahrzehnten hinsichtlich der personellen Ausstattung und der Entwicklung von Resozialisierungsmaßnahmen (u. a. in der Sozialtherapie) verbessert. Gleichwohl bleibt die Frage der Wirkungen im Hinblick auf die soziale Wiedereingliederung offen. Die Rückfallquoten geben allerdings keinen Anlass, von einem Scheitern des Jugendvollzugs zu sprechen. Die Behandlungsforschung sowohl bei jungen wie erwachsenen Gefangenen zeigt beachtliche Erfolge von vor allem kognitiv-behavioralen Programmen und eines auf Resozialisierung ausgerichteten Übergangsmanagements auf, die erneut bestätigen, dass „something works“.“

Kontakt

Lehrstuhl für Kriminologie, Strafrecht, Strafprozessrecht und vergleichende Strafrechtswissenschaften

Lehrstuhlinhaber
Prof. Dr. Stefan Harrendorf

Sekretariat
Kornelia Hohn

Domstr. 20
17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 2137

Mit Erasmus+ ins europäische Ausland

Erasmus+ ist ein Austauschprogramm der Europäischen Kommission, das Studienaufenthalte und Praktika in Europa fördert.

ERASMUS+, Beratung und Ansprechpartner an der Fakultät