Aktuelles und Ankündigungen des Lehrstuhls

Ankündigung zum Seminar im Schwerpunktbereich Kriminologie und Strafrechtspflege für das Sommersemester 2024

Das Seminar im Schwerpunkt „Kriminologie und Strafrechtspflege“ mit im Sommersemester 2024 zu präsentierenden Studienarbeiten findet unter folgendem Oberthema statt:

"Maßregeln der Besserung und Sicherung aus forensisch-psychiatrischer und sanktionenrechtlicher Perspektive".

Neben Prof. Dr. Stefan Harrendorf wird auch Prof. Dr. Stefan Orlob als Erstprüfer am Seminar teilnehmen. 

Die Anmeldefrist beginnt am 08.01.2024 und endet am 22.01.2024. 

Die Anmeldung erfolgt im oben genannten Zeitraum per Mail an stefan.harrendorfuni-greifswaldde. Bitte geben Sie in der Mail auch Ihre Matrikelnummer an! 

Die Themenausgabe erfolgt im Februar 2024. Ein Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben. 


Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2023/24

Die im kommenden Semester angebotenen Lehrveranstaltungen können hier eingesehen werden.


Literaturliste für Standardwerke im Schwerpunkt "Kriminologie und Strafrechtspflege" veröffentlicht

 

 

Aufgrund bestehender Schwierigkeiten bei der Literaturrecherche hat der Lehrstuhl eine Liste der in der Universitätsbibliothek verfügbaren Standardwerke inklusive Fundstellen angefertigt. 

Die Liste und weitere Informationen erhalten Sie hier.

 

 

 


Stefan Harrendorf erhält Lehrpreis

Prof. Dr. Stefan Harrendorf - Foto: Kilian Dorner

 

In der Kategorie "Hervorragende Betreuung der Studierenden" wurde Prof. Dr. Stefan Harrendorf der Lehrpreis für das Studienjahr 2021/2022 verliehen. Er teilt sich in dieser Kategorie den Lehrpreis mit Orla Donnelly (Institut für Anglistik und Amerikanistik).

Weitere Informationen finden Sie hier.


Stefan Orlob erhält Honorarprofessur

Prof. Dr. med. Stefan Orlob

 

Am 16. Februar 2022 wurde Stefan Orlob durch die Universität Greifswald der Titel "Professor" verliehen.

Prof. Dr. med. Stefan Orlob ist seit 2013 Lehrbeauftragter für die Vorlesung „Einführung in die Forensische Psychiatrie“.

weitere Informationen

Lebenslauf und Kontaktinformationen

 


Nele Klamer erhält Genderpreis

Nele Marie Klamer – © Laura Schirrmeister, 2021

Nele Marie Klamer erhielt am 21. Dezember 2021 den Genderpreis der Universität Greifswald für ihre Dissertation zu dem Thema: „'Nein heißt Nein!' – und jetzt? Bewertung des reformierten § 177 StGB anhand einer Urteilsanalyse und eines Rechtsvergleiches mit Irland und Schweden“. Die Arbeit wurde von Prof. Dr. Stefan Harrendorf betreut, an dessen Lehrstuhl Frau Klamer bis 2020 als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig war.

weitere Informationen zum Genderpreis

Lebenslauf Dr. Nele Klamer


Aktuelle Veröffentlichungen

Vollzugsöffnende Maßnahmen und Entlassungsvorbereitung – Gesetzgebung und Praxis in den Bundesländern

in Monatsschrift für Kriminologie und Strafrechtsreform 2024, Online-Vorabveröffentlichung 2023 (mit Frieder Dünkel, Bernd Geng, Ineke Pruin, Paul Beresnatzki, Judith Treig)

zum Artikel

Zusammenfassung:

Der Beitrag behandelt die rechtliche und rechtstatsächliche Entwicklung vollzugsöffnender Maßnahmen in Deutschland im Vergleich der Bundesländer. Als vollzugsöffnende Maßnahmen werden hier vor allem die Verlegung in den offenen Vollzug, Ausgang, Langzeitausgang (regelmäßig 2–3 Tage) und Freigang, d. h. das regelmäßige Verlassen der Anstalt, um einer Arbeit oder Ausbildungsmaßnahme nachzugehen, zudem aber auch Ausführung und Außenbeschäftigung angesehen. Die Rechtslage unterscheidet sich angesichts der seit 2006 erlassenen Länderstrafvollzugsgesetze in einigen Detailfragen erheblich mit Blick auf ein mehr oder weniger stark öffnungsorientiertes Vollzugsregime. Die Praxis divergiert im Bundesländervergleich anhand der in den Ländern erstellten Statistiken. In Berlin und Nordrhein-Westfalen befinden sich stichtagsbezogen ca. 6–10-mal so viele Gefangene im offenen Vollzug wie in Bayern, Hessen, Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Thüringen. Ähnliche Unterschiede finden sich bei den Vollzugslockerungen, wo die Stadtstaaten Berlin, Bremen, Hamburg und Nordrhein-Westfalen sehr viel stärker von überleitungsorientierten Maßnahmen Gebrauch machen als die südlichen Bundesländer in Ost- und Westdeutschland. Weitere Details wie z. B. die während der Corona-Pandemie in unterschiedlichem Ausmaß rückläufigen Lockerungszahlen werden erörtert. Insgesamt zeigen sich einige Defizite und unausgeschöpfte Potenziale eines überleitungsorientierten Vollzugs, von dem offensichtlich nur ein Teil der Gefangenen profitiert. Dabei zeigt sich, dass eine »liberalere« lockerungsfreundliche Vollzugspraxis nicht zu einer Einbuße an Sicherheit für die Allgemeinheit führt, indem Gefangene Lockerungen missbrauchen.

„Systemsprenger*innen“? Junge Menschen im Strafvollzug – Entwicklungsdaten zu Belegung, Öffnung und Merkmalen der Gefangenenstruktur im Jugendstrafvollzug

In: Kieslinger / Dressel / Haar (Hrsg.), Systemsprenger*innen: Ressourcenorientierte Ansätze zu einer defizitären Begrifflichkeit, 2. Aufl., S. 115 – 160 (mit Frieder Dünkel und Bernd Geng)

zum Buch

Der Beitrag von Friedrich Dünkel, Bernd Geng und Stefan Harrendorf setzt sich mit folgender Problematik auseinander „Systemsprenger*innen? Junge Menschen im Strafvollzug – Entwicklungsdaten zu Belegung, Öffnung und Merkmalen der Gefangenenstruktur im Jugendstrafvollzug“. Die Delikttstruktur hätte sich seit 1990 wesentlich verändert. Der Anteil von Gewalttaten sei um 82 % gestiegen, derjenige von gewaltlosen Eigentumsdelikten dagegen sei um 52 % gesunken. Bei den schwierigen Ausgangslagen des Klientels könne weder von einem überwiegenden Scheitern des Strafvollzugs noch von einem optimalen Resultat der Rückfallverhinderung gesprochen werden.

Art. 5-7 EMRK sowie Protokolle 4, 6, 7, 12 und 13 zur EMRK

In: Meyer-Ladewig / Nettesheim / von Raumer (Hrsg.), EMRK: Europäische Menschenrechtskonvention Handkommentar (mit Stefan König und Lea Voigt)

Aus der Verlagsbeschreibung: 

Der Handkommentar zur EMRK ist meinungsprägend, wenn es um den effektiven Grundrechtsschutz durch eine präzise Interpretation der Europäischen Menschenrechtskonvention geht. Sämtliche Artikel der EMRK einschließlich der Protokolle werden an der Spruchpraxis des EGMR orientiert erläutert. Die prozessuale Durchsetzung der Konvention wird immer mit in den Blick genommen, mit Hinweisen für die Antragsformulierung und Beispielen aus der EGMR-Spruchpraxis.

Die 5. Auflage berücksichtigt auf dem neuesten Stand
• die Änderungen durch das 15. Zusatzprotokoll zur Gewährleistung der Effizienz des EGMR und
• die aktuelle Spruchpraxis des Straßburger Gerichtshofs, insbesondere wichtige Entscheidungen in den Bereichen Sicherungsverwahrung, Sterbehilfe und Asyl.
Weitere Schwerpunkte:
• Das Verhältnis der EMRK zu den Gewährleistungen des Grundgesetzes und der EU-Grundrechtecharta
• Die Bedeutung der Konvention für das Migrationsrecht
• Rechtsfragen im Zusammenhang mit der Pandemie (Corona-Impfpflicht)
• Klimaschutzklagen

Artificial Intelligence and Sentencing from a Human Rights Perspective

In: Aleš Završnik, Katja Simončič (Hrsg.), Artificial Intelligence, Social Harms and Human Rights, Springer 2023, S. 3–34 (mit Johannes Kaspar, Felix Butz, Katrin Höffler, Lucia Sommerer und Stephan Christoph).

The development of Artificial Intelligence (AI) is still in its infancy, but its potentials and dangers are discussed controversially. The legal sector will be affected by the AI-driven technological evolution, too. There are possible advantages of the use of AI in this context: sentencing decisions might become more uniform and consistent, proceedings shorter and less expensive, human judges might be relieved from workload and could focus more on severe and complex criminal law cases. In a nutshell: the functional capability of the criminal justice system might benefit from an “algorithmic boost” of efficiency. The temptation to compensate the problem of limited judicial resources and procedural delays by using machines with almost infinite working capacity might become irresistible. From a human rights perspective, however, it is questionable if “robot judges” assisting or even replacing human judges would be permissible in criminal law with its grave consequences for the individual defendant´s life. We will address this question with regard to the European Convention of Human Rights (ECHR), analyzing the ban of inhuman or degrading treatment (Art. 3 ECHR), the principle of fair trial (Art. 6 (1) ECHR), the principle of legality (Art. 7 ECHR), the protection of privacy (Art. 8 ECHR) and the ban of discrimination (Art. 14 ECHR)—bearing in mind that the outcome of a legal assessment strongly depends on the (hitherto unclear) concrete shape AI-based sentencing systems might take in the future. Nonetheless, we will also outline potential countermeasures like the use of explainable, transparent AI. The article concludes with a plea for a robust legal culture that is focused on improving sentencing practice through processes of deliberation and experimentation (which might also include technological experiments) rather than replacing it with technology solutions that put humans increasingly out of the loop.

The Impact of Covid-19 on Prison Conditions and Penal Policy

herausgegeben zusammen mit Frieder Dünkel und Dirk van Zyl Smit

Zum Buch

Inhaltsbeschreibung: 

"The Impact of COVID-19 on Prison Conditions and Penal Policy presents the results of a worldwide exchange of information on the impact of COVID-19 in prisons. It also focuses on the human rights questions that have been raised during the pandemic, relating to the treatment of prisoners in institutions for both juveniles and adults worldwide.

The first part brings together the findings and conclusions of leading prison academics and practitioners, presenting national reports with information on the prison system, prison population rates, how COVID-19 was and is managed in prisons, and its impact on living conditions inside prisons and on reintegration programmes. Forty-four countries are covered – many in Europe, but also Argentina, Brazil, Chile, Colombia, Perú, Costa Rica, Canada, the USA, Kenya, South Africa, China, India, Japan, Australia and New Zealand. In the second part, thematic chapters concentrate explicitly on the impact of the pandemic on the application of international human rights standards in prisons and on worldwide prison population rates. The book concludes by drawing out the commonalities and diverging practices between jurisdictions, discussing the impact of measures introduced and reflecting on what could be learnt from policies that emerged during the pandemic. Particular attention is paid to whether "reductionist" strategies that emerged during the pandemic can be used to counteract mass incarceration and prison overcrowding in the future.

Although the book reflects the situation until mid 2021, after the second and during the third wave of the pandemic, it is highly relevant to the current situation, as the living conditions in prisons did not change significantly during the following waves, which showed high infection rates (in particular in the general population), but increased vaccination rates, too. In prisons, problems the pandemic raises have an even greater impact than for the general society.

Revealing many notable and interesting changes in prison life and in release programmes, this book is essential reading for students and scholars of penology, criminology, law, sociology and public health. It will also appeal to criminal justice practitioners and policy makers."

Beiträge im Werk von Stefan Harrendorf und/oder Frieder Dünkel: 

Chapter 1: Introduction (Stefan Harrendorf, Frieder Dünkel und Dirk van Zyl Smit)

Chapter 18: Germany (Frieder Dünkel und Christine Morgenstern)

Chapter 49:  Summary Analysis of the Situation in Prisons, and Prison Policy during and after the SARS-CoV-2 Induced Crisis  (Stefan Harrendorf, Frieder Dünkel und Dirk van Zyl Smit).

Chapter 50: What could we learn from COVID-19? – a reductionist and penal moderation approach (Frieder Dünkel und Sonja Snacken)

 

 

COVID 19: Strafvollzug und Kriminalpolitik

Neue Kriminalpolitik (NK) Jahrgang 34 (2022) Heft 3

zur Ausgabe​​​​​​​

Beiträge von Stefan Harrendorf und/oder Frieder Dünkel:

1. Abschaffung oder Reform der Ersatzfreiheitsstrafe? (Frieder Dünkel), S. 253 - 269.

Abstract:

Deutschland ist in Europa das Land mit dem größten Anteil von Ersatzfreiheitsstra­fen (EFS) bezogen auf die Gesamtpopulation des Strafvollzugs. Angesichts dieser in den letzten Jahren zunehmenden Fehlbelegung und Ressourcenverschwendung bei Verurteilten, die nach Auffassung der Gerichte nicht im Strafvollzug sein sollten, besteht dringender kriminalpolitischer Handlungsbedarf. Die Erfahrungen mit der Corona-Pandemie und die Handhabung der Geldstrafenvollstreckung im Ausland ha­ben gezeigt, dass der Rechtsstaat auch ohne die EFS auskommen kann, ohne dass ein Verlust an spezial- wie generalpräventiver Effizienz zu befürchten ist. Der Beitrag fordert deshalb die Abschaffung der EFS, hilfsweise die Nichtvollstreckbarkeit von Bagatellgeldstrafen (bis zu 30 Tagessätze) im Wege der EFS. Ferner werden der Ausbau vorrangiger Alternativen zur EFS und eine Änderung des Umrechnungsschlüssels von derzeit 1 : 1 in 3 : 1 gefordert (d. h. mit einem Tag EFS werden 3 Tagessätze der Geldstrafe getilgt). Der im Juli 2022 vorgelegte RefE des BMJ bleibt enttäuschend und beschränkt sich im Grunde auf den von der vorangegangenen Großen Koalition erreichten Minimalkonsens (Beibehaltung der EFS und Umrechnungsschlüssel 2 : 1).

2. Der Einfluss von COVID-19 auf den Strafvollzug – Ergebnisse einer internationalen Bestandsaufnahme und kriminal- bzw. strafvollzugspolitische Schlussfolgerungen (Frieder Dünkel, Stefan Harrendorf und Dirk van Zyl Smit), S. 270 - 291.

Abstract: 
"Der vorliegende Beitrag fasst die Erfahrungsberichte aus 48 Ländern des im April 2022 von den Autoren herausgegebenen Sammelbandes (Dünkel/Harrendorf/van Zyl Smit 2022) zusammen und zieht Schlussfolgerungen für Entwicklungsperspektiven des Strafvollzugs und der strafrechtlichen Sanktionspolitik vor dem Hintergrund des internationalen Kontexts, in dem die Strafvollzugsysteme mit COVID-19-induzierten Problemen unterschiedlicher Schwere umgehen mussten, unter anderem, weil bei Aus­bruch der Pandemie Probleme der Überbelegung in stark differierendem Ausmaß bestanden. Die einzelnen Länder haben auf verschiedene Weise und mit unterschied­licher Wirksamkeit auf die Pandemie reagiert. Auch wenn hierin methodisch kein natürliches Experiment zu sehen ist, gibt die differente Performance der Länder im Umgang mit der Pandemie doch einige Hinweise darauf, wie „Best Practices“ für die Zukunft aussehen sollten. Dazu gehören verstärkte Bemühungen zur Verringerung der Gefängnispopulation und ein intensivierter Einsatz moderner Technologien, um die Kontakte der Gefangenen mit der Außenwelt zu verbessern. Es wird auch auf eine bes­sere Entlassungsvorbereitung hingewiesen, einschließlich klarerer Rechtsgrundlagen, um rasch auf künftige Pandemien reagieren zu können."

3. Covid-19 im Strafvollzug – Erfahrungen und Perspektiven in den Bundesländern: Drei Fragen an vier Abteilungsleiter*innen für den Strafvollzug (Bayern, Berlin, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern) (Frieder Dünkel, Stefan Harrendorf, Frank Arloth, Susanne Gerlach, Stefan Hagemann, Peter Holzner und Holger Schatz), S. 310 - 319. 

 

Linguistic Radicalisation of Right-Wing and Salafi Jihadist Groups in Social Media: a Corpus-Driven Lexicometric Analysis

In: European Journal on Criminal Policy and Research, Volume 28 (2022), S. 203–244 (mit Pia Müller und Antonia Mischler)

Zum Beitrag

Abstract:

Social media groups, for example on Facebook, WhatsApp or Telegram, allow for direct exchange, communication and interaction, as well as networking of different individuals worldwide. Such groups are also used to spread propaganda and thus allow for self-radicalisation or mutual radicalisation of their members. The article reports selected results from a research project analysing online communication processes of extremist groups. Based on data from group discussions in social media, corpus linguistic analyses were carried out, examining quantitative relationships between individual lexical elements and occurring regularities. To this end, four different corpora were built. These consist of data collected in right-wing and Salafi jihadist groups of a low or medium radicalisation level on Facebook and VKontakte via fake profiles, and of group communication in forums, messenger apps and social networks of highly radicalised persons, which were extracted from files of (e.g. terrorism) cases prosecuted in Germany. Quantitative linguistic analyses of social media data continue to be challenging due to the heterogeneity of the data as well as orthographic and grammatical errors. Nevertheless, it was possible to identify phenomenon specific sociolects that point to different levels of linguistic radicalisation. Based on the results of the analyses, the article discusses the prospects, problems and pitfalls of lexicometric analyses of online communication, especially as a tool for understanding radicalisation processes.

Menschenverachtende Online-Kommunikation – Phänomene und Gegenstrategien

In: Reinke de Buitrago, S. (Hrsg.) Radikalisierungsnarrative online (mit Jens Struck, Daniel Wagner, Thomas Görgen, Samuel Tomczyk, Antonia Mischler und Pia Müller)

Zum Beitrag

Abstract:

Internetmedien, insbesondere Social Media, besitzen aufgrund der hohen Reichweite und der geringen Zugangsbarrieren demokratisierendes Potenzial. Gerade in den letzten Jahren werden zunehmend aber auch durch Online-Kommunikation bedingte Gefährdungen für die Werte der Demokratie, Freiheit, Menschenwürde und Rechtsstaatlichkeit sichtbar. Die Rolle digitaler Medien in Radikalisierungsprozessen, bei der Verbreitung extremistischer Propaganda und bei ideologisch motivierten Gewaltaufrufen ist Gegenstand vielfältiger Auseinandersetzungen in Zivilgesellschaft, Medien, Politik, Sicherheitsbehörden und Wissenschaft. Im vorliegenden Beitrag werden aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und Fragestellungen zur Rolle von Online-Kommunikation in Radikalisierungsprozessen sowie Herausforderungen für die Entwicklung und Umsetzung von Präventionsansätzen und Gegenstrategien dargestellt und es wird diskutiert, inwiefern diese wirksam sein können. Dabei werden Handlungspotenziale zivilgesellschaftlicher Akteur*innen, aber auch rechtspolitische und sicherheitsbehördliche Reaktionen und Strategien adressiert.

Radikalisierung im digitalen Zeitalter, Handlungsempfehlungen an Politik, Praxis und Gesellschaft, Langfassung

Zum Beitrag

Beiträge unter Beiteiligung von Stefan Harrendorf:

1. Wirksame Maßnahmen erfordern einen reflektierten Umgang mit digitalen Medien, S. 33 – 49 (mit Jens Struck, Daniel Wagner, Thomas Görgen, Silke Schmidt, Samuel Tomczyk, Antonia Mischler und Pia Müller)

2. Wirksame Maßnahmen beginnen mit der Förderung von gesellschaftlichem Zusammenhalt, S. 93 – 103 (mit Samuel Tomczyk, Jens Struck, Daniel Wagner, Thomas Görgen, Antonia Mischler, Pia Müller und Silke Schmidt)

Kontakt

Lehrstuhl für Kriminologie, Strafrecht, Strafprozessrecht und vergleichende Strafrechtswissenschaften

Lehrstuhlinhaber
Prof. Dr. Stefan Harrendorf

Sekretariat
Kornelia Hohn


Ernst-Lohmeyer-Platz 1 
17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 2137

 

Mit Erasmus+ ins europäische Ausland

Erasmus+ ist ein Austauschprogramm der Europäischen Kommission, das Studienaufenthalte und Praktika in Europa fördert.

ERASMUS+, Beratung und Ansprechpartner an der Fakultät